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Freudenstadt Ziel: ein Umdenken in Richtung weniger Fleischverbrauch

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Plakate waren am Samstag an vielen Stellen auf dem Freudenstädter Marktplatz zu sehen.Foto: Frey Foto: Schwarzwälder Bote

Freudenstadt. Tierschutzaktivisten der Tierschutzpartei sowie der Vereine "Aktion Kirche und Tiere" und "Black Forest for Animals" hatten auf dem Marktplatz eine Veranstaltung zum Thema "Der gesellschaftliche Umgang mit unseren sogenannten Nutztieren" organisiert. Mit Bildern, Vorträgen und Musik sollte die Aufmerksamkeit der Passanten am Samstag auf dieses Thema gelenkt werden.

Ziel der Aktion sei ein Umdenken in Richtung weniger Fleischverbrauch, so die Veranstalter. Denn schon Albert Einstein habe erkannt: "Nichts wird die Gesundheit der Menschen und die Chance auf ein Überleben der Erde so steigern wie der Schritt zur vegetarischen Ernährung."

Die jüngsten Skandale an Schlachthöfen sind Verbrauchern noch lebhaft in Erinnerung. Ging es in den großen Schlachthöfen zunächst noch um untragbare Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter, so zeigte das Beispiel des Schlachthofs in Gärtringen auch den unfassbaren Umgang mit Schlachttieren auf.

Früher war der Verzehr von Fleisch Luxus. Heute wird dank Massentierhaltung und Subventionen Fleisch immer billiger und gehört in vielen Haushalten auf den täglichen Speiseplan. Beim Discounter wird Fleisch wesentlich preisgünstiger angeboten als Gemüse oder Salat frisch vom Wochenmarkt. Damit haben sich die Ernährungsgewohnheiten in den Industrienationen dramatisch verändert. Und hätten ebenso dramatische Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen, den Klimawandel, das Schicksal von Milliarden Tieren und das Überleben hungernder Menschen, so die Aktivisten auf dem Marktplatz.

Langer und steiniger Weg

Nach ihren Angaben wurden schon im Jahr 2011 1,4 Milliarden Schweine, 62,3 Milliarden Hühner und 320 Millionen Rinder weltweit geschlachtet. Die Getreideernte wurde zu mehr als 40 Prozent an Tiere verfüttert. Zur Produktion von einem Kilo Rindfleisch würden 15 000 Liter Wasser benötigt. Wenn jeder Deutsche einen Tag pro Woche kein Fleisch konsumiere, müssten 140 Millionen Tiere weniger sterben – pro Jahr.

Mit Bildern versuchten die Aktivisten, auf diese Themen aufmerksam zu machen und mit den Passanten ins Gespräch zu kommen. Über den gesamten Marktplatz hatten sie Infostände aufgebaut, Plakate informierten über das Leiden der Tiere schon während der Aufzucht, über ein kurzes Leben meist in Gefangenschaft und den oft grausamen Tod im Schlachthof. Auch zwei Liedermacherinnen fanden mit ihren berührenden Songs viel Beachtung.

Den Tierschutzaktivisten ist klar, dass der Weg zu einem Umdenken lang und steinig ist. Aber auch unter Klimaschutzgesichtspunkten sei es für dieses Umdenken höchste Zeit. Denn die Produktion von Lebensmitteln verursache mehr Treibhausgase als der gesamte Verkehrssektor. Die Ernährung sei deshalb die wichtigste Stellschraube.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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