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Freudenstadt Zeitreise auf den Schwarzwaldhöhen

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Die Teilnehmer der Leserwanderung auf den Schwarzwaldhöhen beim Freudenstädter Stadtteil Kniebis. Foto: Schwark

Freudenstadt-Kniebis - Woher stammt der Ausdruck Schwarzwald? Wie fanden Baden und Württemberg zusammen? Diese und weitere Fragen beantwortete Klaus Grimm bei zwei Wanderungen rund um den Kniebis Lesern des Schwarzwälder Boten anlässlich des Jubiläums 60 Jahre Baden-Württemberg.Ideales Wanderwetter mit Sonne und angenehmen Temperaturen erwartete am Samstag 39 Leser aus dem gesamten Verbreitungsgebiet. Regina Möhrle vom Lesermarkt des Schwarzwälder Boten begrüßte die Teilnehmer. Einige von ihnen hatten bereits an vorangegangenen Wanderungen teilgenommen. Als Geograf sowie Natur- und Umweltpädagoge verstand es Klaus Grimm quasi als lebendiges Geschichtsbuch, die Wanderung zu einer fesselnden Zeitreise zu machen. Die Geschichte Badens und Württembergs erläuterte Grimm den Teilnehmern.

Vom Besucherzentrum Kniebis machte man sich auf den Weg zum Elbachseeblick. Hier bot sich eine grandiose Aussicht über den Nordschwarzwald. Entscheidend für die Gebietsstrukturen war die napoleonische Neugliederung in Baden (1803 bis 1810). "Natürliche Geländeformen wurden früher häufig zur Grenzziehung herangezogen", so Grimm.

Mit Blick auf ausgedehnte Waldflächen wurde das "Hölzerne Zeitalter" angesprochen. Der Wald war schon früher ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Waldbesitzer, Glashersteller und die Flößerei. Davon handelt auch das Märchen "Das kalte Herz" von Wilhelm Hauff. Napoleons Verdienst war es, durch gezielte Forstwirtschaft der Abholzung des Schwarzwalds entgegenzuwirken. Grimm erklärte auch den Plenterwald und die natürliche Waldverjüngung. "Der gut aufgeräumte Wald" gefiel besonders einer Mitwanderin aus Chile. "Bei uns ist ein großer Teil des Walds undurchdringlich", kommentierte sie.

An der alten Pass-Straße erfuhren die Teilnehmer Wissenswertes über den Schwabenweg, ein Teil des seit dem zwölften Jahrhundert begangenen Jakobswegs, der die deutschsprachigen Länder mit der französischen Route verband. Herrschaftsbereiche und Einflüsse der verschiedenen Glaubensrichtungen wurden von Klaus Grimm erläutert. Die Wanderung führte auch entlang eines Teils des Grenzwegs zwischen Baden und Württemberg, was der Wanderführer nutzte, um ausführlich auf die Entstehungsgeschichte von Baden-Württemberg einzugehen. "Eine tolle Strecke", kommentierten viele Teilnehmer die Tour um den Kniebis, die am gestrigen Sonntag mit 50 Wanderern wiederholt wurde. Bei Schäufele oder Hüttensalat konnte man die geschichtlichen Lektionen nochmals im Festzelt vor der Kniebishütte Revue passieren lassen. Insgesamt sind die sechs Leserwanderungen zum Landesjubiläum ein voller Erfolg. Über 220 Menschen nehmen daran teil.

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