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Freudenstadt Wolf wünscht sich klare Kante und mutige Ansagen

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Der bisherige und der neue FDP-Kreisvorsitzende: Ernst Wolf (links) und Lutz Hermann. Foto: Schwarz Foto: Schwarzwälder Bote

Kreis Freudenstadt (mos). Der bisherige Kreisvorsitzende Ernst Wolf erklärte bei der Nominierungsversammlung seinen Rücktritt vom FDP-Kreisvorsitz. Das Amt übernimmt bis zur regulären Wahl im Herbst sein Stellvertreter Lutz Hermann.

Wolf erinnerte noch einmal daran, wie er Anfang 2019 mitten im Kubaurlaub von Daniel Wochner und Michael Theurer über Kerns Rücktritt informiert worden sei. "Ich kam zu diesem Amt wie die Jungfrau zum Kind", sagte Wolf. Der Zustand des "Kinds" sei unmittelbar vor der Kommunalwahl kritisch gewesen. Ihm habe ja die Mutter plötzlich gefehlt, so Wolf in Richtung Timm Kern. Die beiden Väter, die anstatt dessen das Zepter übernommen hätten – Geschäftsführer Peter Woikowski und er selbst – seien ja nun auch nicht mehr die Jüngsten. Trotz der chaotischen Umstände habe sich "das Kind" aber ganz gut entwickelt. Aus den Kommunalwahlen sei man gestärkt hervorgegangen. Zwischenzeitlich sei das Baby seinem Eindruck nach in der Trotzphase angekommen, weshalb er es nun gerne an Hermann weitergebe. Er selbst werde sich fortan voll auf das Amt des Fraktionsvorsitzenden im Kreistag konzentrieren. Wolf hielt mit seiner Einschätzung die FDP betreffend nicht hinterm Berg. Die Partei befinde sich in einer schwierigen Phase. Das liberale Profil, die klare Kante und mutige Ansagen fehlten gerade jetzt, wo dies dringend notwendig sei.

Von der Ankündigung "Denken wir groß" auf dem Stuttgarter Dreikönigstreffen spüre er derzeit nichts. "Ich befürchte, wenn wir so weiter machen, dann werden wir – politisch korrekt und ohne anzuecken, smart, hip, modern und meist sogar gut aussehend – still und leise untergehen", so Wolf.

Hermann bedauerte Wolfs Entschluss. Er sei seinerzeit froh gewesen, dass es ihn als zweiten Stellvertreter nicht mit dem Kreisvorsitz getroffen habe. Wolf habe die Aufgabe mit solcher Bravour erledigt, dass man das Chaos eigentlich nie gespürt habe, auch wenn es dagewesen sei. Was ihm persönlich an Wolf immer gefallen habe, das sei die klare Kante, die er gezeigt habe, auch wenn er dadurch streitbar gewesen sei. Genau diese Kante brauche nun auch die Partei, um wieder nach vorne zu kommen.

"Wenn wir nicht die Punkte finden, an denen wir anecken können, dann wissen wir auch nicht, in welche Richtung wir laufen müssen", betonte Hermann. Wolf habe hier eine Leuchtturmfunktion.

Für Wolf – und anschließend auch für Timm Kern – gab es für die bisher geleistete Arbeit eine Baiersbronner "Beziehungskiste", gefüllt mit kulinarischen Köstlichkeiten. Abschließend rief Hermann dazu auf, die bisherige Politik auf den Prüfstand zu stellen und neue Wege zu denken und zu beschreiten.

Wahlen im Herbst

Der im Herbst zu wählende Vorstand müsse diese Themen neu angehen. Das erfordere eine starke Teamleistung. Über Kandidaten für das Amt des Kreisvorsitzenden, gerne auch weiblich, freue man sich deshalb sehr.

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