Reinhold Beck (von links), Axel Buchthal, Frank Mast, Norbert Beck schauen und die Musiker Henrick Pfeffer und Jacob Mast schauen sich den "Sternenstübchen-Ruheraum" an. Foto: Lorek Foto: Schwarzwälder-Bote

Gäste und Gönner feiern Einweihung des Waldorfkindergartens

Von Silvia Lorek Freudenstadt-Dietersweiler. Endlich war es soweit: Die Handwerker hatten ihr Werk vollendet und Axel Buchthal, ehrenamtlicher Geschäftsführer des Waldorfkindergartens Freudenstadt, konnte die neu gestalteten Räume für die zweite Kleinkindgruppe "Sternenstübchen" in Dietersweiler feierlich einweihen.

Die Begrüßung aller Unterstützer und Ehrengäste war Buchthal sehr wichtig, und so hieß er Bürgermeister Gerhard Link, den CDU-Landtagsabgeordneten Norbert Beck, Vertreter der Stadtverwaltung, Stadträte aller Fraktionen, Gründungsmitglieder des seit 1980 eingetragenen Vereins "Freunde der Waldorfpädagogik – menschengemäße Erziehung nach Rudolf Steiner" ebenso wie Eltern und Erzieherinnen willkommen.

In Gedichtform hielt Axel Buchthal Rückschau von den Anfängen des Waldorfkindergartens, der zunächst mit zwei Kindergartengruppen gestartet war, dann erweitert wurde bis zum nun vollendeten Umbau für die Sternenstübchen-Gruppe. Eine Präsentation machte den Umbau "von einer Wohnung zur Krippe" nachvollziehbar. Der Gruppenraum, der Essbereich mit Teeküche und der Ruheraum mit zehn Babybettchen sind hell, in freundlichen Pastellfarben und kleinkindgerecht gestaltet. Ganze Arbeit wurde auch im Außenbereich, dem "Kleinkindergarten", geleistet und beim Unterstand für die "Bye-bye-Buggys", mit denen sechs Kleinkinder auf einmal hinaus fahren können.

Diese zweite Kleinkindgruppe "Sternenstübchen" für bis Dreijährige besteht bereits seit September 2012 und kann bis zu zehn Kleinkinder betreuen. Betreut werden die unter Dreijährigen von jeweils drei ausgebildeten Erzieherinnen pro Gruppe an fünf Tagen in der Woche mit Halb- oder Ganztagsbetreuung. Derzeit umfasst der Waldorfkindergarten zwei Kindergarten- und nun zwei Kleinkindgruppen mit Plätzen für 62 Kinder und 18 Erzieherinnen.

Bürgermeister Link überbrachte zum Einweihungsfest die Grüße der Stadt und "mehr als Gutsle", so Link, indem sie in Abstimmung mit dem Gemeinderat einen sinnvoll überlegten Investitionszuschuss von 55 000 Euro, sowie 70 Prozent der laufenden Kosten übernehmen. Da auch der 1. August 2013 und damit der Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz für unter Dreijährige bevorstehe, betonte Link die Aufgeschlossenheit seitens der Stadt auch gegenüber dem Waldorfkindergarten und seiner pädagogischen Leitsätze. Er habe den Eindruck, dass alle in den neuen Räumen freundlich empfangen werden und sich vor allem die Kleinsten sehr wohl fühlen werden.

Landtagsabgeordneter Norbert Beck (CDU) gratulierte den Waldorffreunden zur Einweihung und dankte für die Einrichtung dieser zweiten Kleinkindgruppe, die so überzeugend gewesen sei, dass sich Bund und Land mit 70 000 Euro Fördergeldern beteiligt haben. Beck hob besonders die Verdienste Axel Buchthals hervor, der seit der Gründung dabei ist und sich als erster Kämpfer für Alleinerziehende eingesetzt habe.

Frank Mast, Vorsitzender der Waldorfkindergartenfreunde-Freudenstadt, betonte, dass das Waldorfkonzept mit individueller Eingewöhnungszeit, beziehungsvoller Pflege, frischer Nahrungszubereitung aus Bioprodukten ein "Garant für eine hochwertige Kinderbetreuung der Kleinsten" sei.

Musikalisch umrahmt wurde die Feier von Jacob Mast und Henrik Pfeffer, die auf ihren Gitarren spielten.