Foto: Schwark

Public Viewing in Freudenstadt und Loßburg: Jubelchöre schallen durch die Nacht. OB mittendrin.

Freudenstadt /Loßburg - Nach dem Traumtor durch Mario Götze, sieben Minuten vor dem Ende der Verlängerung, entwickelte sich die Freudenstädter Turnhalle zum Tollhaus. In der voll besetzten Halle erklang ein markerschütternder Torschrei, der die Wände zum Zittern brachte. Umarmungen, Freudengesänge und anhaltender Jubel setzten sich fort.

"Deutschland, Deutschland" schallte es durch die Halle, und nach dem Abpfiff des Endspiels lagen sich die Fans in den Armen oder tanzten wild. Oberbürgermeister Julian Osswald jubelte mit den Fans um die Wette. Und mit einem meterlangen Happy-Town-Banner gratulierte die Stadt den neuen Weltmeistern. Das zunächst auf dem Marktplatz vorgesehene Public Viewing war wegen schlechten Wetters in die Halle verlegt worden, wo insgesamt 600 Zuschauer das Spiel verfolgten.

Nach dem Sieg der deutschen Nationalmannschaft sammelten sich in der Innenstadt etwa 200 Autofahrer zu einem spontanen Autokorso, und trotz Regens versammelten sich mehr als 500 Fußballfans am Stadtbahnhof. Bei allem Jubel und aller Fröhlichkeit mussten laut Polizei einzelne Autofahrer und ihre Mitfahrer ermahnt werden. Der Korso löste sich gegen 1.45 Uhr auf. Auch noch weit nach Mitternacht zogen die Fans jubelnd durch die Straßen.

Auf dem Waldfestplatz in Loßburg verfolgten etwa 1500 Fußballfans die Begegnung Deutschland gegen Argentinien. Einem echten Fußballfan macht ein bisschen Regen eben nichts aus. Man rückte unter den Schirmen zusammen, oder suchte Schutz bei der Waldhütte. Landrat Klaus Michael Rückert und Bürgermeister Christoph Enderle ließen sich vom wechselhaften Wetter nicht abschrecken. Mit dem WM-Titel wurde in Loßburg ein gelungenes Public Viewing gekrönt. Die Ausrichter hatten sich weder von Blitz noch Donner aus der Ruhe bringen lassen.