Das Improvisationstheater "Die Mauerbrecher" sorgte mit viel Einsatz, auch von Besuchern, für eine vergnügliche Stunde. Foto: Schwarzwälder Bote

Arbeitsleben: Beim 1. Forum Fortbildung im Kongresszentrum Freudenstadt ergaben sich viele Kontakte

Zum ersten Forum Fortbildung hatten das Netzwerk und das Regionalbüro für berufliche Fortbildung Freudenstadt-Horb ins Freudenstädter Kongresszentrum eingeladen. Für das Publikum ergaben sich zahlreiche Informations- und Kontaktgelegenheiten.

Kreis Freudenstadt. Diese Plattform für Fortbildung zeigte auf, dass auf dem Markt der Möglichkeiten in Sachen Aus- und Fortbildung flächendeckende Angebote zu finden sind. Ein knappes Dutzend Bildungseinrichtungen hielt im Foyer des Kienbergsaals eine Fülle von Broschüren bereit und war auf Einzelberatung eingestellt.

Zahlreiche Möglichkeiten

Aber nicht nur dort drehte sich beim Aktionstag alles um das Karussell des Berufslebens – im Saal referierten zwei Fachleute, bevor zum Abschluss der Veranstaltung ein Improvisationstheater den Besuchern deutlich machte, dass Bildung auch wesentlich mit Vergnügen zusammenhängt. Netzwerk-Vorsitzender Sascha Falk führte in das Forum ein. Bezug nehmend auf das Leitthema "Weiterbildung 4.0 – Alles nur Theater?" kam der Leiter der Kreisvolkshochschule auf die digitale Transformation zu sprechen. Nach seiner Überzeugung ist sie geprägt von zwei entscheidenden Faktoren: ihrer Geschwindigkeit und ihrer nahezu totalen Durchdringung des Lebensalltags. Entsprechende Veränderungen der Arbeitswelt verlangten auch Anpassung der beruflichen Fortbildung. Falks Dank galt den Mitgliedern des Netzwerkes und insbesondere der Leiterin des Regionalbüros, Bianca Böhnlein, für die Federführung beim Forum.

Patrick Walz, Digitalisierungsbotschafter bei der IHK Nordschwarzwald und Manager des Digital Hubs in Nagold, sprach zum Thema "Lebenslanges Lernen in digitalen Zeiten". Der IT-Experte schoss mit der Geschwindigkeit eines Intercitys durch seinen mit reichlich Material veranschaulichten Vortrag. Das Wissen verdopple sich alle 50 Jahre und seine Halbwertszeit nehme kontinuierlich ab, merkte er an. Das sei auch die größte Herausforderung für Unternehmen, die qualifizierte Mitarbeiter suchten. Eine Untersuchung habe ergeben, dass 90 Prozent der Befragten das lebenslange Lernen als Voraussetzung für beruflichen Erfolg betrachteten. Mit der Künstlichen Intelligenz lassen sich laut Patrick Walz Schulleistungen verbessern. Die Lehrkraft werde so für soziale Maßnahmen im Unterricht freigestellt.

Eva-Maria Willner vom Institut Meridianum in Schenkenzell ließ es im Anschluss erheblich ruhiger angehen. Ihr Vortragsthema mit dem Titel "Weiterbilden – entspannt, ohne Stress, mit Spaß" war ein Versprechen, das sie sogleich einlöste. Das Publikum ließ sich dazu ermutigen, ihre Übungsvorschläge mit großem Vergnügen an Ort und Stelle umzusetzen. Unter anderem regte sie an, mit kinesiologischen Übungen und Selbsthilfemethoden beispielsweise Energie zu aktivieren und Stresshormone abzubauen.

Dass Lernen auch mit Spaß zu tun haben und nicht nur in selbst gewählter Isolierung vonstatten gehen sollte, vermittelte das dreiköpfige Improvisationstheater "Die Mauerbrecher" aus Freiburg. Der Name der quirligen Truppe erklärt sich daraus, dass sie mit ihrem ungeplanten Spiel "die Abtrennung zwischen Publikum und Bühne" einzureißen versucht. Auf Zuruf von Wörtern aus dem Publikum bastelte das schlagfertige Trio in Windeseile ganze Szenarien zum Thema Weiterbildung.

Beim Forum Weiterbildung waren folgende Einrichtungen mit dabei: Agentur für Arbeit Freudenstadt, BBQ Berufliche Bildung gGmbH, gewerbliche und hauswirtschaftliche Schule Horb, Internationaler Bund, Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald, Kontaktstelle Frau und Beruf, Kreisvolkshochschule Freudenstadt, Meridianum-Institut für Kinesiologie, Oberlinhaus Freudenstadt, Qantum Gesellschaft für berufliche Bildung sowie das Regionalbüro für berufliche Fortbildung Freudenstadt-Horb.

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