Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Freudenstadt "Wir machen den Kniebis noch höher"

Von
In Anlehnung an die Form eines Tannenzapfens soll sich der geplante Weißtannenturm auf dem Kniebis künftig in die Höhe schrauben. Grafik: Partner und Partner Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Sylvia Wiegert

Freudenstadt. Fünf Ideen wurden eingereicht, eine war ein Volltreffer: Gestern wurde der Entwurf für den geplanten Weißtannenturm an der Alexanderschanze vorgestellt, der schon im nächsten Jahr aus 1000 Metern Höhe grandiose Ausblicke auf den Schwarzwald bieten könnte.

Oberbürgermeister Julian Osswald hat bereits einen Testlauf hinter sich: Gemeinsam mit Bauamtsleiter Rudolf Müller und Tourismuschef Michael Krause ließ sich das Stadtoberhaupt auf dem 970 Meter hoch gelegenen Kniebis mit der Drehleiter der Feuerwehr weitere 30 Meter in die Höhe tragen. Was er dort in 1000 Metern Höhe sah, hat den OB überwältigt: "Ich habe schon viel Schönes gesehen, aber das schlägt alles", schwärmte er gestern vom 360-Grad-Rundblick auf die Vogesen, die Burg Hohenzollern oder das Rheintal.

Ausblicke, die schon bald auch die Besucher der Alexanderschanze genießen könnten, denn seit gestern ist der geplante Aussichtsturm gegenüber dem ehemaligen Wintergehöft an der Schwarzwaldhochstraße einen Schritt weiter.

Bei einer Mehrfachbeauftragung der Stadt hatten fünf Architekturbüros Ideen für den Turm eingereicht, letztlich entschied sich eine Jury mit Vertretern aus Architektur, Handwerk, Verwaltung, Tourismus und Politik für den Entwurf des Büros Partner und Partner aus Baiersbronn, das die Aussichtplattform Ellbachblick verwirklicht hat.

Der Gewinnerentwurf für den 30 Meter hohen Turm orientiert sich an der Form eines Tannenzapfens und greift damit schwarzwaldtypische Elemente auf. Wie ein luftiges Gitter schmiegt sich die hölzerne Außenkonstruktion um eine zweiläufige Treppe in Form einer Doppelhelix. Im Abstand von jeweils drei Höhenmetern sind kleine Plattformen eingeplant, die Ausblicke auf den Schwarzwald aus unterschiedlichen Höhen ermöglichen. Die Aussichtsplattform in 30 Metern Höhe hat einen Durchmesser von zehn Metern.

"Ich bin von dem Entwurf begeistert, weil ich die Idee des Tannenzapfens bestechend finde – das passt super zum Schwarzwald und zu Freudenstadt", lobte Osswald gestern die Kreativität der Planer. "Wir haben lange geplant, bis ein schlüssiges Bild heraus kam", sagte Klaus Günter vom Gewinnerbüro Partner und Partner bei der Präsentation und gestand: "Auch wir sind ein bisschen verliebt in diesen Turm."

Die eingereichten Entwürfe seien sehr unterschiedlich und hätten alle etwas Reizvolles, lobte Bauamtsleiter Rudolf Müller die Planer. Das Verfahren, mehrere Architektenbüros in das Projekt einzubinden, habe sich bewährt, ebenso der Entschluss der Verwaltung, den Planer möglichst wenige Vorgaben zu machen.

Der jetzt gewählte Entwurf biete maximale Aussichtsmöglichkeiten nach allen Seiten, erklärte der Bauamtsleiter den Grund für die Entscheidung der Jury und schwärmt: "Wir machen den Kniebis jetzt noch höher".

Wie teuer der "1000-Meter-Turm" letztlich wird, ist noch nicht klar. Vorerst sind im Wirtschaftsplan der Freudenstadt-Touristik 400 000 Euro dafür vorgesehen. Finanziert wird das Bauwerk aber wohl auch mit Leader-Fördermitteln in Höhe von 60 Prozent der Baukosten. Zwei Leitprojekte hat die Stadt für das Förderprogramm rechtzeitig angemeldet, daher ist der OB zuversichtlich, dass der Turm gefördert wird. Wann mit dem Bau begonnen werden kann, hängt nun vor allem von der Zuteilung der Fördermittel ab. Läuft alles glatt, könnten die Arbeiten schon im nächsten Jahr starten, die Bauzeit wird laut Planer dann rund drei Monate dauern.

Ideengeber für den Turmbau war Tourismusdirektor Michael Krause. Im Gespräch mit einem Bürger hatte er erfahren, dass bis 1959 ein Aussichtsturm auf dem Kniebis stand. "Diese touristische Attraktion wollen wir bald wieder bieten", so Krause.

Für Osswald ist der Weißtannenturm ein weiterer Mosaikstein im Tourismuskonzept der Nationalparkregion. "Wir wollen eine Perlenkette an Attraktionen entlang der Schwarzwaldhochstraße schaffen", erläuterte der OB das mit den Nachbarkommunen abgestimmte Konzept. Dazu gehöre der Weißtannenturm ebenso wie der geplante Wildtierpark an der Alexanderschanze. Die Modelle für den Turm können vom 31. Augus bis 3. September von 9 bis 12 und von 14 bis 17 Uhr sowie am Freitag, 4. September, von 9 bis 13 Uhr im Sitzungssaal des Technischen Rathauses besichtigt werden.

 
 

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Kommentarregeln

Um Artikel kommentieren zu können, ist eine Registrierung erforderlich. Sie müssen dabei Ihren Namen sowie eine gültige E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht) angeben. Bei Abgabe Ihrer Kommentare wird Ihr Name angezeigt. Alternativ können Sie sich mit Ihrem Facebook-Account anmelden.

  1. Passwort vergessen?
Sie haben noch keinen Benutzer-Zugang? Jetzt registrieren!
  1. null

loading