Auf der Schwarzwaldhochstraße hat es in diesem Winter bereits kräftig geschneit. Foto: Schwark

Mitarbeiter ab 3.30 Uhr im Einsatz. Höhenstadtteile Kniebis und Zwieselberg werden bereits regelmäßig angefahren.

Freudenstadt - Wenn es draußen schneit und gefriert sind sie im Dauereinsatz – die Mitarbeiter des städtischen Winterdiensts. Ab 3.30 Uhr heißt es dann ab in den eisigen Einsatz. Seit vergangener Woche hat Frau Holle – wenn auch noch etwas verhalten – die Freudenstädter Straßen wieder fest im Griff. Für den Freudenstädter Winterdienst ist damit eine Zeit angebrochen, die sie nahezu täglich auf die Probe stellt. Die Straßen der Höhenstadtteile Kniebis und Zwieselberg werden von den Mitarbeitern bereits regelmäßig vom Schnee befreit und gesalzen. Auch Streufahrzeuge sind nun täglich schon in den frühen Morgenstunden im Einsatz.

Im städtischen Bauhof ist man bestens für die kalte Jahreszeit gerüstet: 6000 Schneepfosten wurden aufgestellt, Salzstreuer und Schneeschaufeln sind an den Fahrzeugen montiert und das Salzlager ist mit 400 Tonnen Streusalz gut aufgefüllt, die gleiche Menge steht bei den Unternehmen auf Abruf zur Verfügung. Auch die Streu- und Räumfahrzeuge sind einsatzbereit. "Wir sind gut vorbereitet", blickt Bauhofchef Claus Grieshaber den bevorstehenden Kältewochen gelassen entgegen. Noch rechne er nicht damit, dass der Winter komplett Einzug hält. 51 Mitarbeiter sind für die Winterdienstarbeiten eingeteilt. Dazu kommen einige private Unternehmen.

Im Normalfall rückt morgens ab 3.30 Uhr der Spähtrupp aus. Dann gilt es abzuschätzen, ob gestreut werden muss. Hierzu werden regelmäßig die aktuellen Wettermeldungen abgefragt. In den vergangenen Tagen musste morgens in der Früh bereits gestreut werden. Eine Tatsache, die der Bauhofleiter aber als normal bezeichnet, da in Freudenstadt um diese Jahreszeit normalerweise mit Glatteis zu rechnen ist. Zumindest in den höher gelegenen Stadtteilen.

29 Fahrzeuge werden im Stadtgebiet und in den Teilorten eingesetzt, um das Straßennetz mit seinen 138 Kilometern von Schnee und Eis zu befreien. Wie der Winter in diesem Jahr ausfalle, könne er noch gar nicht abschätzen, so Grieshaber. Er hoffe aber, dass nicht wieder ein Ausnahmewinter wie im vergangenen Jahr, als man im April immer noch Schneeräumen musste, zu erwarten ist. Aber fest stehe bereits, dass die Saisoneröffnung später als im Vorjahr stattfindet. Da hatten die Winterdienstmannschaften schon Anfang November ihren ersten Einsatz, als anhaltender Schneefall für rutschige Straßen sorgte.

Derzeit überprüfen die Mitarbeiter noch einmal ihre Technik für den winterlichen Einsatz. Rund 6000 Schneepfähle wurden nach den Worten von Bauhofleiter Grieshaber gesteckt. Wie in jedem Jahr mussten einige ausgetauscht werden. "Den Winter sind wir in Freudenstadt gewohnt, Stress kommt hier nicht auf", schmunzelt der Leiter des Baubetriebsamts. Effizient gelinge der aufwendige Räum- und Streudienst im Übrigen nur, wenn die 3,50 Meter breiten Schneepflüge die Fahrbahnen und Gehwege ungehindert sichern können. Anlieger werden deshalb dringend gebeten, nach Möglichkeit nicht am Straßenrand oder auf Gehwegen zu parken, oder aber den Räumdiensten genug Platz zu lassen.