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Freudenstadt Was auf den Magen schlägt

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Schmerzen im Oberbauch, vor allem nach dem Essen, können auf ein Magengeschwür hindeuten. Foto: AOK Foto: Schwarzwälder Bote

Die Zahl der Patienten mit Magengeschwüren ist im Kreis Freudenstadt zurückgegangen.

Kreis Freudenstadt. Dies ergab eine Auswertung der AOK Nordschwarzwald. Waren es im Jahr 2018 noch 348 betroffene Versicherte, die sich mit solchen Beschwerden ärztlich behandeln ließen, so sank die Zahl im Jahr 2019 auf 310. Mit dieser Entwicklung liege die Region Freudenstadt im landesweiten Trend, in dem sich die Zahl der Betroffenen im gleichen Zeitraum von 29 063 auf 28 305 Versicherte verringert hat.

Bei Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren handele es sich um abgegrenzte entzündliche Defekte in der Schleimhaut, die in tiefere Schichten der Magen- oder Darmwand hineinreichen. Kommt es zu einem Geschwür im Magen oder dem Zwölffingerdarm, seien meist mehrere Faktoren beteiligt. Eine besonders häufige Ursache sei die Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori, das Enzyme bilde, die Zellen der Magenschleimhaut schädigen könnten. Eine solche Infektion werde meist bereits in der Kindheit erworben.

Auch Schmerzmittel könnten auf den Magen schlagen: "Entzündungshemmende und schmerzlindernde Medikamente wie Acetylsalicylsäure, Diclofenac oder auch Ibuprofen sind ebenfalls oft Ursache von Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüren. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Schmerzmittel über einen längeren Zeitraum eingenommen werden oder in Kombination mit Kortison", sagt Sabine Knapstein, Ärztin bei der AOK Baden-Württemberg.

Dabei würde die Einnahme von Kortison allein meist keine Geschwüre verursachen. "Weitere Medikamente, die zu einer Geschwürbildung führen können, sind sogenannte Serotoninwiederaufnahmehemmer, die oft gegen Depressionen verordnet werden, Chemotherapeutika und Bisphosphonate", ergänzt die AOK-Ärztin.

Gute Heilungschancen

Schmerzen im Oberbauch, die oft in direktem Zusammenhang mit den Mahlzeiten stünden, könnten auf ein Geschwür hinweisen. Verschwänden diese nach dem Essen für einige Stunden, deute dies auf ein Magengeschwür hin. Träten sie in der Nacht bei leerem Magen auf, weise dies auf ein Zwölffingerdarmgeschwür hin. "Um eine sichere Diagnose stellen zu können, ist eine Spiegelung von Magen und Dünndarm, verbunden mit der Entnahme einer Gewebeprobe, notwendig", so Knapstein.

Bei mehr als 90 von 100 Patienten könne mit einer Kombination aus Medikamenten zum Magenschutz und Antibiotika eine Heilung erzielt werden. Geschwüre, die nach sechs Monaten noch nicht abgeheilt sind, würden in der Regel operiert. Zur Behandlung eines Geschwürs und zur Vorbeugung eines Wiederauftretens könne der Patient selbst durch sein Verhalten beitragen. So helfe es, Rauchen, Alkohol, Kaffee sowie Speisen und Getränke zu meiden, die die Magensaftproduktion stark anregten. Dazu zählen zum Beispiel fette und scharfe Gerichte. Zudem sollte mit dem Arzt abgeklärt werden, ob möglicherweise magenschädigende Medikamente abgesetzt werden können. Das Reduzieren von Stress und regelmäßige Entspannungsübungen können ebenfalls die Genesung und die Vorbeugung einer erneuten Erkrankung unterstützen.

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