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Freudenstadt Von Picassos Malweise beeinflusst

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Vor dem Familienportrait, auf dem auch die Enkelin von Theodor Erwin Grammel zu sehen ist: (von links) Oberbürgermeister Julian Osswald, Gertrud Reinhardt, Enkelin Ingrid Schäfer und Peter Graf vom Kunstverein Freudenstadt Foto: Lorek Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Silvia Lorek

Freudenstadt. Obwohl Theodor Erwin Grammel als Maler nicht allen ein Begriff ist, hat er sich um Freudenstadt verdient gemacht. Zahlreiche Tuschezeichnungen und Aquarelle mit Motiven aus Freudenstadt und dem Christophstal zeugen davon.Zahlreiche Gäste und Kunstfreunde hatten sich zur Vernissage mit Werken des Künstlers Theodor Erwin Grammel, die von Oberbürgermeister Julian Osswald im Rathaus eröffnet wurde, eingefunden. Als Ehrengäste waren Grammels Enkelin Ingrid Schäfer mit ihrem Ehemann Richard und die Großnichte Gertrud Reinhardt anwesend.

Ingrid Schäfer hatte dem Kunstverein Zeichnungen, Skizzen und Entwürfe ihres Großvaters geschenkt, mit der Maßgabe, die Schätze zu katalogisieren, zu bewahren und sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dies sei ein Gewinn für Freudenstadt, betonte Peter Graf, Vorsitzender des Kunstvereins Freudenstadt.

Am 21. September jährt sich der Geburtstag des in Rottweil geborenen und in Freudenstadt aufgewachsenen Künstlers zum 120. Mal. Ein Anlass für den Kunstverein Freudenstadt, dem Maler eine Ausstellung zu widmen und ihn zu würdigen. Durch die Leihgabe der Ölgemälde und weiterer Arbeiten aus dem Nachlass Grammels durch die Eheleute Schäfer sei dies erst möglich geworden, so Graf. Seinen Dank richtete er auch an die Kreissparkasse Freudenstadt für die Unterstützung der Ausstellung.

Über den Künstler erfuhren die Besucher, dass er in Stuttgart an der Kunstakademie studiert hat und eine Lehrerausbildung mit dem Schwerpunkt Zeichnen absolvierte. Im Bärenschlössle durfte Theodor Erwin Grammel sich als Kunstschüler ein Malstübchen einrichten. Weil ihm die Vermittlung von Kunst am Herzen lag, habe Grammel zwei Bücher als Zeichenschule für Kinder und Erwachsene verfasst, erläuterte Peter Graf. In einem beeindruckenden Aufsatz habe Grammel sich auch mit Picassos künstlerischer Entwicklung auseinandergesetzt. Malerei sei für den Künstler nicht nur die Reproduktion eigener visueller Eindrücke gewesen, so Graf weiter, sondern auch die "Vermittlung innerer Stimmung".

Begeistert zeigte sich Graf von Grammels Maltechnik, die zunächst von Expressionisten und später von Picassos abstrakter Malweise beeinflusst war. Auffallend sei, dass nach jeder Kriegsheimkehr Grammels Strichführung härter gewesen sei und erst später rundere und weichere Formen angenommen habe. Seinen Lebensabend verbrachte der Maler mit seiner Frau in Freudenstadt.

Oberbürgermeister Julian Osswald hätte Grammels Werken noch repräsentativere Räume gewünscht, weil "Kunst fasziniert". Er zeigte sich dennoch erfreut über die Nutzung des oberen Vorraums des Rathauses als Galerie. Osswald ging auf die Zeichnungen Grammels ein, die die Christophstaler Halbhöhen mit einem freien Blick ins Tal zeigen. Dies würden sich die Bürger auch heute wieder wünschen, bemerkte er. Osswald gab sich zuversichtlich, dass die Aussicht ins Christophstal bis Ende des Jahres wieder freigelegt sei. Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage von den Baiersbronner "Brassvögeln".

Die Ausstellung ist noch bis 4. Mai im Rathaus zu sehen.

 
 

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