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Freudenstadt Von der Bioenergie bis zur Strombörse

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Etwa 25 Teilnehmer arbeiteten beim zweiten Klimaschutz-Workshop im Bürgertreff Grüntal mit, darunter auch Bürgermeister Gerhard Link (Dritter von rechts), die Umweltbeauftragte der Freudenstädter Stadtverwaltung, Sandra Zepf (rechts), und Christoph Gerber, Leiter des Bauverwaltungs- und Umweltschutzamts (links). Foto: Haubold Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Petra Haubold Freudenstadt. Beim zweiten Klimaschutz-Workshop im Bürgertreff Grüntal entwickelten etwa 25 interessierte Bürger Ziele für das Freudenstädter Klimaschutzkonzept.Bürgerenergiegenossenschaften, Kraft-Wärme-Kopplung oder ein Fahrradbeauftragter: Die ersten Vorschläge von Bürgern für das Freudenstädter Klimaschutzkonzept liegen vor. Sie beinhalten die Energie- und C02-Bilanz, die Beratung und das Nutzerverhalten, Energieeffizienz, erneuerbare Energie bei Gebäuden und Mobilität. Bei einem zweiten Workshop im Bürgertreff Grüntal ging es nun um die Erstellung der Nachhaltigkeitsstrategie in die nächste Runde, nachdem Ende April die Auftaktveranstaltung stattgefunden hatte.

Etwa 25 Teilnehmer aus Industrie, Handel, Verkehr, Umweltschutzverbänden und Kirchen waren zum zweiten Workshop gekommen, um von den Vertretern der Stadt und dem Unternehmen Endura-kommunal Näheres zu erfahren. Die Botschaft war deutlich: Freudenstadt will Energie einsparen, diese effizienter nutzen, möglichst viele erneuerbare Energien einsetzen und die CO2-Emissionen drastisch verringern.

Allgemeine energiepolitische Zielsetzungen, ideelle Ziele und die Möglichkeiten einer genossenschaftlichen Rechtsstruktur wurden von vier Arbeitsgruppen entwickelt. Bürgermeister Gerhard Link, Leiter der Arbeitsgruppe Klimaschutz, begrüßte dazu neben den Teilnehmern und Mitarbeitern der beauftragten Firma Endura-kommunal auch einige neue Bürger. Weil das Klimaschutzkonzept von übergeordneter Bedeutung ist, seien auch Haushalte, Industrie und Gewerbe gefordert, machten Projektleiter Frank Lempat und Moderator Christoph Meyer klar. "Viele neue Gedanken kamen heute auf den Tisch", sagte beispielsweise Stadtrat Walter Trefz am Ende des vierstündigen Workshops. Letztlich entscheide aber der Gemeinderat über die Ziele. Auch hänge es davon ab, wie viel Geld zur Verfügung gestellt werde, machten die Vertreter der Stadtverwaltung deutlich.

Vielfältig waren die Ergebnisse des Workshops. Das Spektrum reichte von der Bioenergie über eine lokale Strombörse bis zur Energiemesse und einer neutralen Energieberatungsstelle. Für Dietmar Lust, Sprecher einer Arbeitsgruppe, bietet etwa die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), die Strom- und Wärmeerzeugung kombiniert, für eine Stadt wie Freudenstadt hervorragende Chancen in Sachen Energieversorgung und Energieeffizienz. Car-Sharing, ein Pool mit Elektromobilen und ein neues Fahrradkonzept mit Park & Ride-Plätzen und abschließbaren Boxen für Fahrräder standen bei der Arbeitsgruppe um Erich Schweiker auf dem Wunschzettel. Auch ein Fahrradbeauftragter, der sich darum kümmert, fahrradspezifische Angebote zu initiieren, war im Gespräch.

Die Beleuchtung in der Innenstadt reduzieren und darüber hinaus eine Kooperation mit der Energieagentur in Horb anstreben, regte Gruppensprecher Harald Rothfuß von den Stadtwerken an. Bürgermeister Link dankte allen Beteiligten für ihre kreativen Ideen. Der Maßnahmenkatalog soll bis Ende September dem Gemeinderat zur Umsetzung der erarbeiteten Klimaschutzziele vorliegen.

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