Gruppenbild mit Abstand: die Teilnehmer des Sommeraktionstags des CVJM. Foto: CVJ Foto: Schwarzwälder Bote

Freizeit: CVJM organisert erfolgreich Sommeraktionstage unter strengen Hygienevorschriften

Kinderlachen, buntes, übermütiges Treiben, Ballspiele, biblische Geschichten und dazwischen große weiße Zelte: Frohgelaunt verbrachten zahlreiche Schulkinder ihre ersten Ferientage auf dem CVJM-Plätzle in Freudenstadt.

Freudenstadt. Coronabedingt waren statt dem traditionellen Waldheim in diesem Jahr Sommeraktionstage angesagt. Luca Mutschler, Niklas Schwarz, Nico Stark, Hannah Ströbel und Esther Pröger vom Leitungsteam hatten sich zu dieser Namensänderung entschlossen, sollte doch der neue Name allen Schülern und Eltern von vornherein signalisieren, dass sich der diesjährige Ferienauftakt des CVJM Freudenstadt wegen der coronabedingten Auflagen grundlegend vom gewohnten Waldheim unterscheidet.

Statt der gewohnten Bustour, auf der morgens die Waldheim-Kinder eingesammelt wurden, mussten in diesem Jahr alle Teilnehmer auf eigene Faust zum Plätzle kommen. Einschließlich Verpflegung für den gesamten Tag, denn die Waldheim-Küche musste geschlossen bleiben. Anders als sonst nahmen auch keine 100, sondern lediglich 40 Kinder, eingeteilt in sechs Gruppen, an den Sommeraktionstagen teil.

Vorbereitend war für das Sommerlager vom Leitungsteam ein umfangreiches Hygienekonzept erstellt und von Stadtverwaltung, Dekanat und Gesundheitsamt abgesegnet worden. Dies beinhaltete, dass eigens geschulte Ordner die Einhaltung der Hygieneregeln koordinierten und kontrollierten, dass sich alle Teilnehmer vor dem Betreten des Geländes die Hände desinfizieren mussten und dass alle Eltern vorab bestätigen mussten, dass es in der Familie aktuell keine Krankheitsfälle gibt.

Jede Gruppe hat einen eigenen Kühlschrank

Als weitere Hygienemaßnahme stand jeder Gruppe ein eigener Kühlschrank zur Verfügung. Zudem wurde darauf geachtet, dass sich die einzelnen Gruppen untereinander nicht zu nahe kommen – auch nicht beim gemeinsamen Mittagsvesper, bei dem die Sitzordnung klar geregelt war. Wegen diesem Hygienekonzept musste auch, wie Jugendreferentin Esther Pröger bedauernd feststellte, auf die beliebten Gemeinschaftsspiele sowie auf das gemeinsame Singen verzichtet werden. Erstmals gab es daher ein Ferienlager ohne Stationenlauf, ohne Wasserschlacht, ohne gemeinsame Ausflüge und Wanderungen und ohne die Lager-Olympiade. Stattdessen wurde in den einzelnen Gruppen viel gebastelt, und die Wanderungen und Ausflüge wurden als Gruppenaktivitäten organisiert.

Wie Gespräche mit den kleinen und größeren Teilnehmern beweisen, war auch unter den veränderten Bedingungen die Freude und Begeisterung über die Aktionstage groß. Dies bestätigte auch Len, der strahlend von Geländespielen rund um den Sankenbachsee, Rätselrunden und dem Bau einer Wasser-Rakete berichtete.

Demgegenüber hatte Esther Pröger viele weitere Gründe zur Freude: Erstmals gab es während der Sommeraktionstage keine Beschwerden der Anwohner wegen des Lagerlärms, zudem passte das Wetter perfekt. Vor allem aber, so die Teamleiterin, hatte ihr 20-köpfiges Mitarbeiterteam wieder eine großartige Arbeit geleistet, eine Grundvoraussetzung für die Aktionstage, wie Pröger feststellt. "Nur als Team ist eine solche Veranstaltung überhaupt möglich". Wie immer stand auch bei der diesjährigen Veranstaltung eine tägliche Bibelandacht auf dem Programm. In diesem Jahr hatten die ehrenamtlichen Mitarbeiter Geschichten über "Jesus und das Wasser" vorbereitet. In den Kleingruppen wurden diese jeweils erarbeitet und vertieft.

Hoffen auf die Zeit nach den Ferien

Beendet wurden die Sommeraktionstage mit einem gemeinsamen Abschlussgottesdienst auf dem CVJM-Plätzle. Ob die nächste große Veranstaltung des CVJM – die am 31. Oktober vorgesehene Churchnight – stattfinden kann, ist laut Pröger noch völlig ungewiss. Bislang hoffen alle CVJM-Aktiven, dass wenigstens nach den Ferien wieder mit allen Gruppen und Kreisen begonnen werden kann.