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Freudenstadt Unterschriftenaktion gegen Pläne in Uhlandstraße

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Die Uhlandstraße soll umgestaltet werden. Das stößt auf Widerstand. Foto: Müller

Freudenstadt - Die Pläne, die die Stadtverwaltung zur Umgestaltung der Uhlandstraße vorgelegt hat, stoßen bei den Anwohnern auf wenig Gegenliebe. Sie haben Unterschriften gesammelt und an die Stadt geschickt.

27 Haushalte befürworteten das Schreiben, teilt die Initiative mit. Zum Hintergrund: Die Stadtverwaltung hatte Anfang Mai in der Sitzung des Ausschusses für Infrastruktur und Umwelt des Freudenstädter Gemeinderats die Pläne vorgestellt.

Die Straße sei in einem desolaten Zustand, sagte damals Rudolf Müller, Leiter des Amts für Stadtentwicklung. Da die Straße ohnehin saniert werden müsse, sollte man sich auch Gedanken über die Gestaltung der Gehwege und Parkplätze machen.

Der Plan sah Folgendes vor: Der Gehweg auf der Südseite der Straße wird bis zur Einmündung der Mörikestraße auf zwei Meter Breite ausgebaut, der Bürgersteig auf der nördlichen Seite fällt weg, dafür gibt es dort Platz für markierte Parkplätze. Östlich der Einmündung der Mörikestraße in die Uhlandstraße wird der Gehweg auf die Nordseite verlegt. Der nächste Schritt sei es nun, herauszufinden, wie sich die Anwohner die Straße wünschen.

Unnötige Gefahrensituation?

So auf jeden Fall nicht, wie sich nun an der Unterschriftenliste zeigt, die unter anderem an Oberbürgermeister Julian Osswald, Rudolf Müller und Gemeinderäte ging. Die Anwohner nennen einige Gründe, die gegen den Plan sprechen.

Kinder, ältere Personen sowie Menschen mit Behinderung, die auf der nördlichen Straßenseite wohnen, könnten dann nicht mehr einfach die Straße überqueren. Ein behindertengerechter Zugang zu den Grundstücken auf der Nordseite wäre nicht mehr möglich, genauso würde der Zugang mit Kinderwagen oder Rollator erheblich erschwert. Die Parkflächen direkt vor den Zugängen würden dies teilweise sogar unmöglich machen. Für Fußgänger, vor allem für Kinder, würde eine unnötige Gefährdungssituation geschaffen. Die Uhlandstraße ist auch für Kinder der anliegenden Straßen Schulweg.

Im Winter müsste der Räumdienst den Schnee auf die Südseite der Straße schieben. Die Anwohner der Südseite müssten einen noch breiteren Gehweg schneefrei halten und hätten noch weniger Platz, den Schnee zur Seite zu räumen. Damit wäre es aber auch schwieriger, den Gehweg zu erreichen – insbesondere für Kinder und Personen mit Behinderung.

Mit der Zweispurigkeit würde der Verkehr zunehmen und schneller werden, befürchten die Anwohner. Dies würde wiederum zu einer erhöhten Gefährdung der Fußgänger sowie der Kinder führen. Selbst bei dem momentan desolaten Zustand der Straße werde das Tempolimit von 30 Stundenkilometern kaum eingehalten. Das würde durch den Ausbau nur schlimmer, befürchten die Anwohner.

Die hohe Verkehrsbelastung ist nach Ansicht der Anwohner nur temporär, verursacht durch die Bauarbeiten an der Stuttgarter Straße. Die Schaffung von Parkplätzen in gekennzeichneten Flächen solle mit den Anwohnern abgesprochen werden. Derzeit würden kaum Anwohner auf der Straße parken, sondern Personen, die beispielsweise beim Zahnarzt, beim Notar oder bei der AOK arbeiten oder eine dieser Einrichtungen besuchen. Die Anwohner der Uhlandstraße hätten mittlerweile meist selbst für Parkmöglichkeiten auf ihren Grundstücken gesorgt. Außerdem gebe es genügend andere Parkflächen, etwa am Ludwig-Jahn-Center, am Schwarzwaldcenter, beim Aldi, auf dem Parkplatz hinter Getränke Traub oder auf dem Dobelparkplatz.

Erhalt beider Gehwege gefordert

Ihre Lebensqualität würde mitdem Ausbau erheblich vermindert werden, fürchten die Anwohner. Bei der Uhlandstraße handele es sich um ein Wohngebiet. Der Anteil von Kindern, Senioren und Menschen mit Behinderung solle bei dieser Angelegenheit überdacht werden. In der Straße würden 30 Kinder, 15 Senioren und fünf Menschen mit Behinderung leben. Die Anwohner fordern den Erhalt beider Gehwege. Der Verkehrsfluss sollte eher verringert, statt erhöht werden. Dafür könnten sich auch markierte Parkflächen eignen, die versetzt auf beiden Straßenseiten angebracht werden.

Auch Hans-Martin Haist, der Vorstand der Stiftung Eigen-Sinn, die dort eine Einrichtung betreibt, ist mit den Plänen nicht zufrieden. Der Eingang zur Uhlandstraße sei erst neu gemacht worden. Ihm wäre ein verkehrsberuhigter Bereich dort viel lieber.

Die Verwaltung habe die Anwohner für Montag, 24. Juni, ins Technische Rathaus eingeladen, um mit ihnen über die Sanierung und die Umgestaltung zu reden, so Martin Gauger, der Pressesprecher der Stadt. Dabei werde man auf die bisherigen Pläne zurückgreifen. Beschlossen sei in der Sache aber noch nichts, betonte Gauger.

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