Das erste Drittel der Großveranstaltung ist schon vorbei. Aber kommen auch genügend Gäste? Und weshalb gibt es im Netz so viel Kritik an vor allem einen Punkt?
Das erste Drittel der Gartenschau im „Tal X“ ist schon vorbei, Zeit für eine erste Bilanz dieser 143-Tage-Blumenschau. Wie läuft’s mit den Besuchern? Kommen genügend nach Freudenstadt und Baiersbronn? Was monieren sie am meisten? Wir haben zum ersten Schau-Drittel bei Geschäftsführerin Cornelia Möhrlen in die Zahlen geschaut.
Das vorsichtige Ziel der Schau waren 400 000 Besucher in den knapp fünf Monaten, hatten die beiden Rathauschefs Adrian Sonder (Freudenstadt) und Michael Ruf (Baiersbronn) als Plan für das Großereignis am Starttag ausgegeben. Jetzt, bereits einige Wochen vor der Halbzeit, sieht die Bilanz sehr erfreulich aus. „Wir rechnen am kommenden Wochenende mit dem 200 000. Besucher“, sagt Cornelia Möhrlen. Man liege also schon heute über Plan, freut sie sich.
Kommen 500 000 Gäste?
Intern rechne man jetzt, nach allen Hochrechnungen, mit bis zu einer halben Million Blumenfreunde, die ins Tal kommen werden. Denn: Die besucherstärksten Monate Juli und August, in der Ferienzeit, stehen jetzt erst noch an. „Wir könnten die 500 000 Gäste wohl schaffen, wenn das Wetter weiter so gut mitspielt“, hofft die Schau-Chefin.
Dauerkarten-Fans strömen öfter als gedacht
Vor allem auch die 14 000 Dauerkarten-Besitzer kommen öfter, als vorhergesagt. „Die Akzeptanz ist unglaublich“, schildert Möhrlen. Man habe im Schnitt mit sechs, sieben Besuchen pro Dauerticket-Besitzer gerechnet, doch das werde nicht reichen. „Viele kommen jetzt schon deutlich öfter, weil sie so begeistert sind und auch die Veranstaltungen genießen wollen“. Im „Tal X“ werden diese Besuche penibel gezählt, die Zahlen sind also echt. Bei vorigen Schauen wurden die Dauerticket-Besuche nur geschätzt.
Im Schnitt pro Tag 3400 Besucher
Auch die Zahl der durchschnittlichen Tagesgäste liegt höher als vorgesehen. Mit im Schnitt 3000 Besuchern habe man kalkuliert, jetzt liege man bereits bei 3400 pro Öffnungstag. Und der starke Feriensommer komme erst noch. In der Spitze bevölkerten schon knapp 7000 Blumenfans das Tal.
Wetter passt bisher ideal
Froh sind die Macher über das Wetter bisher. „Ganz heiße Tage, wie die Hitzewelle vor kurzem, merken wir mehr, als regnerische, da kommen trotzdem viele Gäste zu uns“, weiß Möhrlen.
Was wie vorhergesagt klappt, ist das Einzugsgebiet der Schau. Aus einem Umkreis von rund 70 Kilometern und etwa 80 Minuten Fahrzeit sollten die Gäste angelockt werden. Also auch aus dem Stuttgarter Speckgürtel, Karlsruhe und der Ortenau. „Das klappt, merken wir durch Online-Buchungen“, sagt die Geschäftsführerin.
Hotels kaufen Tickets nach
Auch die Hotel-Partner würden beständig Tickets für ihre Spezial-Gartenschau-Angebote nachbestellen. „Das zeigt, dass auch diese Kooperation richtig gut läuft und viele Gäste nicht nur eine Tag anreisen, sondern länger bleiben und damit die Gastronomie und den Tourismus in der Region unterstützen“.
Und was lief nicht wirklich gut?
Also alles toll? Hm, da rollt die Gartenschau-Chefin mit den Augen und räumt ein, dass das Verkehrskonzept „komplett nachjustiert“ werden musste. Zu oft mussten Besucher zu lange auf Busse und das Tal-Bähnle warten, das wurde auch bi den Bewertungen der Schau stark bemängelt. „Viel zu weite Strecken, zu volle Busse, eine Zumutung!“, schimpften viele Gäste im Nachgang. Super kämen jedoch die E-Bike-Rikschas an.
Der Transport war der Schwachpunkt
„Das haben wir sehr ernst genommen und nachgebessert“, sagt Möhrlen. Zusätzliche Busverbindungen seien geschaffen, Beschilderungen optimiert und Freiwillige gefunden worden, die als Verkehrslotsen den Gästen an neuralgischen Punkten Auskunft geben, auch zum Parken. Da hätten die theoretischen Berechnungen einfach nicht mit der Wirklichkeit übereingestimmt, entschuldigt sich die Geschäftsführerin für den entstandenen Unmut.
Bewertungen werden besser
Doch der flaue beständig ab, registriert sie und ihr sehr rühriges Team, die jede einzelne Kritik sehr professionell und freundlich beantworten. Die Bewertungen etwa bei Google würden fast täglich besser und liegen nun bei 3,4 von 5 Sternen.
Sie sind das Herz der Schau
Stark engagiert sind außerdem die 1100 ehrenamtlichen Helfer, die eigentlich das Herz der Schau bilden. Menschen aus beiden Orten der Schau und aus dem Umland, die ihre Freizeit opfern, um Besuchern an den Toren zu empfangen, Tipps zu geben, Führungen anzubieten und vieles mehr. „Das ist ein Segen!“, freut sich Cornelia Möhrlen. „Das wird wirklich ein Märchensommer.“
Wer hat tolle Schau-Bilder
Foto-Wettbewerb
Der Schwarzwälder Bote als Medienpartner der Schau 2025 sucht die schönsten Bilder der Besucher, die wir dann online und in der Zeitung gedruckt veröffentlichen. In Zusammenarbeit mit Alpirsbacher Klosterbräu werden die schönsten Foto-Aufnahmen aus dem Tal X prämiert. Zu gewinnen gibt es Bargeld sowie einen Sonderpreis.
So einfach geht es
Schicken Sie uns Ihre besten Fotos einfach per E-Mail an die Adresse gartenschau@schwarzwaelder-bote.de oder online über unser Upload-Formular.