Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Freudenstadt Trend geht zu Aktivitäten im Freien

Von

Corona hat die Tourismusbranche in Freudenstadt schwer getroffen. Doch Tourismusdirektor Michael Krause verbreitete in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats auch vorsichtigen Optimismus.

Freudenstadt. Zwischen Januar und Juni sind laut Krause in Freudenstadt 89 518 Übernachtungen gezählt worden. Das ist ein Rückgang von 48,7 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Vorjahr (174 601). Am dramatischsten war der Einbruch im April mit 1504 Übernachtungen (2019: 30 464). Doch bereits im Juni seien mit dem Ende vieler Einschränkungen die Übernachtungszahlen wieder auf 22 436 gestiegen, auch wenn dies immer noch 40,6 Prozent weniger Übernachtungen als im Juni 2019 (37 782) gewesen seien.

Die Deutschen würden wegen der Pandemie derzeit eher "erdgebunden" im eigenen Land verreisen. Davon könnte Freudenstadt profitieren. Krause legte den Wirten ans Herz, die Corona-Vorschriften einzuhalten und darauf zu achten, dass auch die Gäste die Regeln einhalten.

Nachgefragt seien aktuell vor allem Camping-Urlaube und Ferienwohnungen. Die Urlauber legten momentan Wert auf Outdoor-Aktivitäten. Kulturelle Veranstaltungen kämen nicht so gut an. Im Theater im Kurhaus hätten derzeit wegen der Abstandsregeln zwischen knapp 90 und 140 Personen Platz. Gut 450 Veranstaltungen seien wegen Corona abgesagt worden. Nur ein größeres Theaterstück werde es dieses Jahr noch geben. Kleine Veranstalter würden nun nachrücken und die frei gewordenen Kapazitäten nutzen.

Zum Outdoor-Trend passe auch, dass auf bestehenden Wegen sieben neue Mountainbike-Strecken ausgeschildert werden sollen, so Krause. Dazu kommen in Kooperation mit Loßburg und Baiersbronn 13 Touren für E-Bikes. Neue Beschilderungen auf Wegen – Stichwort Genusswandern – seien ebenfalls geplant. Das Trekking-Camp in Kniebis werde gut angenommen. Man wolle im Marketing auch auf die Zusammenarbeit in der Nationalparkregion setzen. Zudem sei ein Wohnmobilstellplatz mit 45 Plätzen geplant – wo, wird laut Oberbürgermeister Julian Osswald erst nichtöffentlich behandelt.

Albrecht Ortmann (Bürgeraktion) sagte, dass ein Radweg, der auch für Familien geeignet sei, Freudenstadt mit dem Nationalparkzentrum verbinden sollte. Das sei derzeit nicht gefahrlos möglich, ein Weg solle aber in den kommenden Jahren bei einer Sanierung geschaffen werden, so Osswald.

Stefan Langrehr (CDU) fragte, wie man auf die Zahl von 7000 Tagesgästen pro Tag in Freudenstadt gekommen sei. Den Wert habe ein Institut errechnet, antwortete Krause. Eingeschlossen seien dabei auch Pendler, die ein touristisches Angebot nutzten. Günter Braun (SPD) forderte eine Möglichkeit in der Stadt, E-Bikes auszuleihen. Beate Gaiser (CDU), die Vorsitzende des Dehoga Freudenstadt, teilte Krauses Optimismus nicht zur Gänze, sprach aber von einem Trend nach oben. Hotelier Michael Kaltenbach (FWV) sagte, der Grund, warum die Schwarzwald-Plus-Karte in einigen Hotels nicht vertrieben werde, sei, dass einige viel investiert hätten, um den Gästen etwas zu bieten. Da wolle man sie nicht zu anderen Attraktionen schicken. Krause hatte zuvor von einer positiven Entwicklung bei dem Angebot gesprochen, hatte sich aber mehr Beteiligung gewünscht.

Gut 462 000 Übernachtungen (ein Plus von 0,5 Prozent gegenüber 2018) wurden 2019 in Freudenstadt gezählt. Die Zahl der Ankünfte stieg um 3,7 Prozent auf 156 000. Die durschnittliche Verweildauer lag bei 2,8 Tagen. Die Gäste waren zu 21,1 Prozent aus dem Ausland. Rund 130 Millionen Euro Gesamtumsatz wurden im Tourismus erzielt.

Artikel bewerten
0
loading

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.