Beim Markt in Freudenstadt herrscht internationales Flair / Aussteller müssen strenge Kriterien erfüllen
Freudenstadt - Seit 20 Jahren ist der zweitägige Töpfer- und Keramikkunstmarkt auf dem oberen Marktplatz ein fester Bestandteil des jährlichen Veranstaltungskalenders in Freudenstadt und stets ein Anziehungspunkt für tausende Besucher.Künstler aus dem ganzen Bundesgebiet und dem nahen Ausland waren am Wochenende wieder nach Freudenstadt angereist. Vielfältig war die Auswahl der kunsthandwerklichen Gegenstände, von praktisch und rustikal bis elegant und filigran. Töpferartikel und Keramikkunstwerke in allen Farben, Formen und Größen wurden von den 76 Ausstellern präsentiert. Keine Fremdware, sondern nur eigene Erzeugnisse durften von den Kunsthandwerkern angeboten werden. Auch ein Ausbildungsnachweis gehörte zu den strengen Kriterien, die jeder Aussteller erfüllen musste, um seinen Stand auf dem Marktplatz in Freudenstadt aufbauen zu dürfen. "Nicht mehr als 80 Stände sind dabei zugelassen, denn schließlich soll jeder Teilnehmer ein Stück vom Kuchen abbekommen", so Erberhard Jagdmann, Inhaber der Freudenstädter "Töpferstube", der seit 20 Jahren den Markt organisiert.
Der jährliche Markt ist für viele Firmen eine gute Möglichkeit, ihre Werke zu präsentieren und zu vermarkten, denn eigene Läden sind eher selten, weiß Jagdmann. Verschiedene Brenn- und Glasurtechniken, sowie Minikunstwerke oder auch überdimensionale Skulpturen konnten beim Schlendern über den Marktplatz bewundert werden. Vom alltäglichen Küchengeschirr über abstrakte Figuren bis hin zu Dekorationsobjekten für Haus und Garten war für jeden Geschmack etwas dabei. Gäste aus Frankreich, der Schweiz oder aus Luxemburg waren angereist, um die Plattform auf dem Marktplatz zu nutzen. Beeindruckend waren viele individuelle Werke, die von den Handwerkern mit viel Liebe und Kreativität geschaffen wurden. Bei schönstem Sommerwetter konnten die vielen Besucher ihren Bummel über den Marktplatz so richtig genießen.
Am Stand von Dagmar Griewisch-Berkau aus Solingen konnten die Besucher das Töpfern auf der Drehscheibe hautnah verfolgen und zusehen, wie in Sekunden Minivasen, Objektspitzen oder kleine Schwimmteelichter entstanden. Unter den Besuchern waren auch Kenner und Kunstliebhaber aus dem Ausland, so dass auf dem Marktplatz ein internationales Flair beim Töpfermarkt herrschte.