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Kreis Freudenstadt Sturmschäden gehen in Hunderttausende

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Waldweg bei Reinerzau. Alleine die Schäden an der Infrastruktur liegen im sechsstelligen Bereich. Foto: Lange

Kreis Freudenstadt - Was sich abgezeichnet hatte, ist jetzt Gewissheit: Die Schäden an den Waldwegen und Häusern im Kreis Freudenstadt nach dem Sturmtief "Burglind gehen in die Hunderttausende.

Dies geht aus der Schadensmeldung hervor, die das Kreisforstamt am Donnstag an das Land geschickt hat. Demzufolge haben Sturm und Regen rund 20.000 Festmeter Holz weggefegt, was laut Forstamtsleiter Simon Stahl rund 20.000 Bäumen entspricht. Dies sei allerdings "ein Nasenwasser" und entspreche dem Schadensmaß, das bei den jährlichen Durchgängen zum Ende des Winters festgestellt werde. Denn auch ohne Sturm brechen Bäume oder kippen um. Dennoch richtet Stahl "den dringenden Appell" an alle privaten Waldbesitzer, abgebrochene Kronen oder umgestürzte Stämme zügig aufzuarbeiten. "Sie sollten bis März, spätestens Mitte April aus dem Wald geschafft sein", so Stahl. Ansonsten seien sie Brutherde für Borkenkäfer.

SV meldet mehr als 100 Schäden an Gebäuden

Zum Vergleich: Im Schnitt werden in den Wäldern im Kreis Freudenstadt jedes Jahr rund 300 .000 Festmeter Holz geschlagen, was laut Stahl einer "nachhaltigen Nutzung" entspricht. Nachhaltig heißt: Es wird nicht mehr gefällt, als nachwächst. Das Gegenteil sei sogar der Fall. Es gebe "Zuwächse", vor allem in vielen Privatwäldern.

Ob und wann die Besitzer ihre Wälder anfahren können, steht noch auf einem anderen Blatt. Viele Waldwege sind in Mitleidenschaft gezogen worden –­ durch das Wasser im Nachgang des Sturms. Laut Stahl liegt der Gesamtschaden "deutlich im sechsstelligen Bereich". Betroffen seien Staats-, Kummunal- und Privatwälder gleichermaßen. Derzweit werde geprüft, ob die Eigentümer bei der Instandsetzung mit Beihilfen aus Landesförderprogrammen rechnen können. Ansprechpartner seien hier die jeweiligen Förster.

Vor allem Westkreis ist betroffen

Betroffen seien in erster Linie Gebiete im westlichen Landkreis mit seinen Höhenlagen. Die Kombination aus heftigem Regen und Wasser aus der Schneeschmelze hätten zu "kräftigem Hochwasser" geführt. Die meisten Schäden gebe es deshalb im Murg- und im Wolftal sowie im Raum Freudenstadt. Der Horber Raum kam glimpflich davon.

Betroffen waren auch zahlreiche Hauseigentümer. Laut Sylvia Knittel, Pressesprecherin der SV-Sparkassenversicherung, lagen bis Donnerstag "etwas mehr als 100 Schadensmeldungen" vor. Es gingen aber noch weitere Meldungen ein, die Zahl sei "noch im Steigen begriffen". Mit der bislang geschätzten Schadenssumme von 210.000 Euro halte sich das Ausmaß noch in Grenzen. Für den betroffenen Eigentümer sei ein Schaden "natürlich immer ärgerlich". Aus Sicht der SV war "Burglind" hingegen, das Gesamtausmaß betreffend, "ein normaler Wintersturm". Etwa 75 Prozent der Gebäude in Baden-Württemberg seien bei der SV versichert. Interessanter Aspekt der Zahlen aus dem Kreis Freudenstadt: Zwar machte der Sturm 75 Prozent der Schadensmeldungen aus, meist an Dächern durch abgedeckte Ziegel. Von den Kosten entfiel aber die Hälfte auf Wasserschäden. "Überschwemmungsschäden sind teurer", so Knittel, "Hochwasser ist ein Thema, das man nicht außer Acht lassen darf."

 
 

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