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Freudenstadt Stadt verleiht Hugo Menze den Goldenen Christophstaler

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Hugo Menze (Mitte) wurde mit dem Goldenen Christophstaler ausgezeichnet. Unser Bild zeigt den Geehrten zusammen mit (von links) Tochter Silke Kohler, Ehefrau Ute Menze, Tochter Anke Menze und Oberbürgermeister Julian Osswald. Foto: Keck Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Gerhard Keck

Freudenstadt. "Eine aktive Bürgerschaft ist ein Aushängeschild für die Stadt", ließ Oberbürgermeister Julian Osswald verlauten. Zu deren profiliertesten Vertretern zählt der Historiker und Pädagoge Hugo Menze. Dafür wurde ihm jetzt eine der höchsten Auszeichnungen, die Freudenstadt zu vergeben hat, zuteil: Aus der Hand des Stadtoberhaupts nahm Hugo Menze im Großen Ratssaal vor den Augen seiner Familie, Vertretern de Gemeinderats und der Verwaltung, ehemaligen Kollegen sowie weiteren Gästen den Goldenen Christophstaler entgegen.

Die Entscheidung dafür fiel Osswald leicht, hatte sich der frühere langjährige Stadtrat und jetzige Pensionär Menze doch über Jahrzehnte hinweg große Verdienste um die "Hauptstadt des Schwarzwalds" erworben. Der promovierte Historiker, Germanist und Kunstexperte beließ es nicht bei politischen Aktivitäten. Mit wissenschaftlicher Akribie ging er daran, die Geschichte Freudenstadts zu dokumentieren und Kennzeichen für die besondere Attraktivität der Stadt öffentlich zu machen. Dafür stehen drei lesenswerte Werke zu Buche (wir berichteten).

Hugo Menzes Verdienst ist es, mit der örtlichen Bestandsaufnahme der Brunnen Freudenstadt zur "Brunnenstadt des Schwarzwalds" erhoben zu haben. Freudenstädter Bäume erscheinen in einem eigens herausgegebenen opulenten Band unter einem "besonders reizvollen Blickwinkel", bestätigte Osswald. Zuletzt rollte Hugo Menze die Stadtgeschichte in drei entscheidenden Epochen auf, wobei er sich besonderer inhaltlicher und methodischer Vorgehensweisen bediente.

Für die Publikationen konnte sich Menze der intensiven Unterstützung seiner Familie sicher sein. Beispielsweise schoss Tochter Anke für das Bäume-Buch 3000 Fotos. Der Tatendrang des rührigen Pensionärs ist längst noch nicht gestillt: Nach der drei Bände umfassenden "Freudenstadt-Schau" ist für nächstes Jahr ein neues Buch geplant. Für den gebürtigen Westfalen Hugo Menze ist Freudenstadt nunmehr "erste Heimat" geworden. In einem Überblick umschrieb Julian Osswald die berufliche und politische Biografie des Geehrten.

Nach Studium und Promotion trat Menze in den Schuldienst in Nordrhein-Westfalen ein und kam 1966 nach Freudenstadt an die Eduard-Spranger-Schule, an deren Entwicklung er bedeutenden Anteil hatte, bis er als Studiendirektor 1994 in den Ruhestand trat. Vom Kollegium und den angehenden Lehrern, die ihm zur Ausbildung anvertraut waren, wurde der kompetente Pädagoge hoch geschätzt.

Als FDP-Mitglied vertrat Menze konsequent liberale Positionen. Den Dank für Laudatio und Auszeichnung sprach Tochter Silke Kohler aus, weil Hugo Menze nach einer Operation erst am Vortag aus dem Krankenhaus entlassen worden und noch sehr geschwächt war. Sie schloss mit dem westfälischen Gruß "Glück auf!" und dem studentischen Wunsch "Vivat! Crescat! Floreat!" (es lebe, wachse, blühe) – mein liebes Freudenstadt!

Ehefrau Ute Menze, die fast 30 Jahre an der hiesigen Hartranft-Grundschule unterrichtet hatte, rief abschließend der Freudenstädter Jugend ein Gedicht mit dem Titel "Mein Freudenstadt" in Erinnerung. Es ist ein sechsstrophiges Loblied aus ihrer Feder, 1988 zum Schuljubiläum niedergeschrieben, das mit den Versen "Mein Freudenstadt ist wunderschön / hoch oben auf den Schwarzwaldhöh’n" beginnt und endet und auch die Sichtweise ihres Mannes widergibt. Die musikalische Gestaltung des Festakts übernahm ein Tausendsassa am Marimbaphon, Anton Khananayev, Lehrer an der Musik- und Kunstschule. Zu guter Letzt waren die Gäste zu einem Umtrunk im Ratssaal eingeladen.

 
 

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