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Freudenstadt Spielplätze sind kein Aushängeschild

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Sozialpädagoge Andreas Hummel ist mit seinem Liegefahrrad die städtischen Spielplätze abgefahren und hat für die Bürgeraktion eine Dokumentation erstellt. Foto: Bürgeraktion

Freudenstadt - Die Spielplätze in Freudenstadt sind nicht gerade ein Aushängeschild der Stadt. Diese Ansicht vertritt die Bürgeraktion (BA) im Freudenstädter Gemeinderat und ist damit ganz anderer Ansicht als die CDU, die sich jüngst auch mit den Spielplätzen beschäftigt hatte.

Wie kann man etwas verbessern? Darüber diskutierte die BA in ihrer jüngsten Monatsversammlung. Andreas Hummel hatte mit seinem Liegefahrrad die Spielplätze in Freudenstadt abgeklappert, fotografiert und diese Bilddokumentation der Bürgeraktion und den Fraktionsmitglieder der BA vorgestellt. In den meisten Fällen seien die Spielplätze wenig attraktiv, viele würden nicht gut angenommen, manche überhaupt nicht, andere, wie beispielsweise auf dem Marktplatz, seien zum großen Treffpunkt geworden. Aber, so das Fazit von Andreas Hummel: »Die Spielplätze wurden von Erwachsenen für Kinder gebaut«. Das ist in seinen Augen der Kardinalfehler, denn, so der Sozialpädagoge: »Wir lassen ja auch unsere Altenheime nicht von Kindern bauen«.

Kinder hätten andere Vorstellung davon, mit was sie und wie sie spielen wollen. Sicherlich kämen bei Befragungen auch unerfüllbare Wünsche zu Tage, doch in einem ernsten Gespräch mit Kindern könne man viel über deren Spielweise und Bedürfnisse erfahren, die sich oftmals auch kostengünstig umsetzten ließen, so Hummel. Hilfreich und richtige Attraktionen seien auch Spielmobile, die auf unterschiedlichen Plätzen zu unterschiedlichen Zeiten ein ganz anderes Spielerlebnis für Kinder brächten. Zur Frage, warum Spielgeräte, wie auch die Halfpipe am Landratsamt, beschädigt oder gar zerstört würden, sagte Hummel: »Gebe Kindern Bretter, und sie bauen sich eine Hütte, gebe Kindern eine Hütte, und sie machen Bretter daraus«. Daraus resultiere, dass der beste Spielplatz für Kinder derjenige sei, an dem sie selbst und unaufhörlich bauen können.

Vorstandsfrau Gesine Lörcher machte darauf aufmerksam, dass vor 30 Jahren ein solcher betreuter Abenteuerspielplatz beim alten Keplergymnasium mit gutem Erfolg vom Kinderschutzbund eingerichtet worden war. »So etwas wäre auch heute sinnvoll«, meinte Fraktionssprecherin Bärbel Altendorf-Jehle. Wichtig sei dabei eine pädagogische Betreuung. Die Bürgeraktion habe schon durch den Generationenparcours eine andere Denkweise in das Thema Spielplätze nach Freudenstadt gebracht. Man werde die Anregungen von Andreas Hummel gerne aufnehmen und weiterverfolgen, denn ein Abenteuer- und Erlebnisspielplatz, der kulturell von allen nutzbar ist, fehle eindeutig in Freudenstadt, meinte sie. Stadträtin Elisabeth Gebele denkt, dass dies auch im Zuge des Quartiersgedankens, den die BA in Freudenstadt umsetzen möchte, einbezogen werden müsse.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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