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Freudenstadt Soll der Landkreis Bildungsregion werden?

Von

Von Silvia Lorek

Kreis Freudenstadt. Der Bildungspolitische Sprecher und Landtagsabgeordnete Timm Kern (FDP) zeigte sich begeistert von der großen Resonanz der ersten Bildungskonferenz im Landkreis zu der er in die Eduard-Spranger-Schule nach Freudenstadt eingeladen hatte.

Im Foyer der Schule hatten sich rund 50 Vertreter aus Bildung und Weiterbildung der unterschiedlichen Schularten, Schulräte, Vertreter der IHK, der Agentur für Arbeit, der Volkshochschule, aus Sport und Unternehmen sowie Landrat Klaus Michael Rückert und Schulleiter Armin Wüstner eingefunden. Vor dem Hintergrund der Herausforderungen des demografischen Wandels, erstklassiger Bildung und Integration, so Kern, sei es wichtig, Möglichkeiten und Chancen zu nutzen, um sich noch stärker und effektiver zu vernetzen und durch Kooperationen unterschiedlicher Bildungspartner das Bildungsangebot zu vergrößern. Dabei sollen die Angebote und Möglichkeiten für Kinder und Jugendliche transparenter und gleichzeitig bekannt gemacht werden.

Bei diesem ersten Treffen wurde das Modell der "Bildungsregion Ortenau" (BRO), das zum Landesprogramm Bildungsregionen gehört, durch Vorstandsmitglied Herbert Krankenberg und Projektleiter Martin Ehrlinger vorgestellt. Erklärtes Ziel des Landesprogramms ist die Förderung der Qualitätsentwicklung von Bildung, bei dem sich alle Bildungspartner in einer Region gemeinsam für das Wohl der Kinder und Jugendlichen engagieren. Die Landesregierung fördert das Programm finanziell mit 45 000 Euro jährlich unter der Voraussetzung, dass weitere 45 000 Euro aus der Region kommen. Freudenstadt gehört noch nicht zu den Bildungsregionen.

Herbert Krankenberg erläuterte den von der BRO initiierten Bildungsatlas im Internet, der für Transparenz in der Region sorgen solle. Es seien Informationen aus der Region Ortenau verfügbar, wie beispielsweise welche Schulen und Kindergärten es gibt. Rund 13 000 Klicks pro Monat mit steigender Tendenz, zeigten ein großes Interesse der Nutzer, so Ehrlinger. Weitere Angebote auf der Internetplattform seien in Planung.

Krankenberg und Ehrlinger hielten Rückschau auf die Gründung der BRO und erläuterten die Struktur. Es gebe ein regionales Bildungsbüro mit zwei hauptamtlichen Mitarbeitern sowie sechs ehrenamtlich tätige Vorstände, die in einer Steuergruppe seien, in der über neue Projektideen diskutiert und entschieden werde. Derzeit engagierten sich rund 350 Mitglieder aus Kindergärten, Schulen, Kammern, dem Landkreis sowie aus Unternehmen in der BRO und bildeten den regionalen Bildungsbeirat.

Projekte wie das "Lernzentrum Kinzigtal", bei dem es um Tüfteln, Experimentieren und Forschen für Schulklassen und Kindertageseinrichtungen geht oder die "Hector Kinderakademie" für besonders begabte Kinder im letzten Kindergartenjahr und in Grundschulen sollen dazu beitragen, vielfältige Möglichkeiten zu bieten. Die BRO verstehe sich dabei als Koordinator oder Moderator.

Timm Kern zeigte sich fasziniert von den vielen Möglichkeiten des "Leuchtturmprojekts BRO" und eröffnete die Diskussionsrunde mit der Frage, ob auch Freudenstadt als Bildungsregion denkbar wäre. Anja Bauer und Wolfgang Held vom Schulamt Rastatt lobten die bisherige gute Vernetzung im Landkreis, auch ohne Bildungsregion. Sie würden gerne unterstützend mitwirken, könnten aber kein Träger sein, betonten sie. Kern konstatierte, es brauche Begeisterte, die beginnen und dazu habe er beitragen wollen.

Ob der Landkreis Freudenstadt auch zur Bildungsregion wird oder ob die bisherigen bestehenden Netzwerke ausreichen, sollen zukünftige Gespräche mit dem Landrat und den entsprechenden Bildungspartnern zeigen.

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