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Freudenstadt Sogar die Sonne lacht mit

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Punkt 14 Uhr war es gestern soweit: Gut aufgewärmt gaben sich die Teilnehmer für drei Minuten einem herzhaften Lachen für den Weltfrieden hin. Als gutes Beispiel vorneweg gingen nicht nur Animateurin Anna Casinelli (links) sondern auch OB Julian Osswald und Abteilungsleiterin Ursula Keck von der Volkshochschule (rechts). Foto: Eberhardt Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Tina Eberhardt

Freudenstadt. Vom Himmel lachte die Sonne, da war es nicht schwierig, es ihr gleichzutun. Anlässlich des Weltlachtags, der gestern in über 70 Ländern begangen wurde, traf sich eine Gruppe enthusiastischer Teilnehmer zum gemeinsamen Frohlocken auf dem oberen Marktplatz."Sonst gehen wir dazu in den Keller", scherzte Oberbürgermeister und Schirmherr Julian Osswald als Animateurin Anna Casinelli mit Aufwärmübungen systematisch die Hemmungen der Teilnehmer abschüttelte. Auf Kommando geht das mit dem Lachen in der Tat nicht, doch Anna Casinelli wusste, wie man Zwerchfell und Gesichtsmuskeln in munteren Gleichklang brachte.

Mit einem Sprechmantra, begleitet von rhythmischen Sprüngen und Klatschen fingen die Teilnehmer zunächst noch etwas schüchtern an, sich auf dem Marktplatz gegenseitig in gute Laune zu versetzen. Nicht alle konnten sich mit den teils eigenwilligen Übungen anfreunden – und Zuschauen ist immer lustig, doch Mitmachen braucht Mut. Aber für die Wechsler zur Betrachter-Bank rückten bald neue Interessenten in die aktiven Reihen vor.

Die Praktik des gezielten Lachens stammt aus der indischen Gesundheitslehre, erklärte Anna Casinelli. "Wir lachen nicht, weil wir uns gut fühlen, sondern wir fühlen uns gut, weil wir lachen", erläuterte die Trainerin den interessiert lauschenden Teilnehmern das Prinzip. "Lach-Yoga fördert die Gesundheit und das Wohlbefinden." Aber auch das friedliche Miteinander.

"Wir wollen uns gemeinsam gut fühlen", forderte Casinelli auf. "Egal welche Nationalität, Religion oder politische Einstellung wir haben. Wir lachen gemeinsam für den Weltfrieden." In das muntere Gekicher und Gehüpfe reihten sich schließlich auch OB Julian Osswald und Volkshochschul-Abteilungsleiterin Ursula Keck ein. "Wir freuen uns, dass Sie die Schirmherrschaft übernommen und die Veranstaltung nicht für Firlefanz erklärt haben", dankte Keck dem Stadtoberhaupt. Aber für diesen hatte die Veranstaltung zur Förderung der kollektiven Freude ja auch geradezu verpflichtenden Charakter. Denn, so Anna Casinelli, wenn man sich in Freudenstadt nicht freuen könne, wo dann?

Punkt 14 Uhr vereinten sich die Teilnehmer schließlich mit vielen Gruppen an 70 weiteren Orten zum gemeinsamen dreiminütigen herzhaften Lachen. Und obwohl die Zeitspanne letztlich etwas Kondition abverlangte – die umstehenden Zuschauer wurden auf jeden Fall angesteckt. 

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