Können Touristen im Schwarzwald bald Hirsche, Luchse und Wölfe in natürlicher Umgebung bestaunen? Der Vorschlag, ein Wildtierreservat in dem geplanten Nationalpark Schwarzwald anzulegen, trifft auf breite Zustimmung. (Symbolfoto) Foto: dpa

In den geplanten Nationalpark könnten auch Hirsche, Luchse und Wölfe einziehen. Vorschlag für ein Wildtierreservat findet breite Zustimmung.

Freudenstadt/Stuttgart - Können Touristen im Schwarzwald bald Hirsche, Luchse und Wölfe in natürlicher Umgebung bestaunen? Der Vorschlag von Hotelier Meinrad Schmiederer, ein Wildtierreservat in dem geplanten Nationalpark Schwarzwald anzulegen, trifft auf breite Zustimmung.

Nach einem Bericht der „Stuttgarter Nachrichten“ sind die Pläne des Unternehmers aus Bad Peterstal-Griesbach (Ortenaukreis) in der grün-roten Landesregierung positiv aufgenommen worden. Sowohl SPD-Fraktionschef Claus Schmiedel als auch Naturschutzminister Alexander Bonde (Grüne) stünden der Idee wohlwollend gegenüber. Schmiedel warnte allerdings davor, den Nationalpark und das Reservat gleichzeitig zu planen. „Das sollte sich nicht überschneiden, sonst verwirren wir die Menschen“, sagte er der Zeitung.

Auch in der CDU kommt die Idee gut an. „Ich glaube, ein Nationalpark lebt auch von zusätzlichen Attraktionen rund um die Natur“, sagte Fraktionschef Peter Hauk am Montag in Stuttgart. Gehege, in denen Tiere gehalten werden, könnten die Attraktivität des Nationalpark-Umlandes deutlich erhöhen. Dies zeige sich auch im Nationalpark Bayerischer Wald, wo beispielsweise der Wolf in Gehegen zu sehen sei. Laut Hauk geht die Idee auf einen Arbeitskreis zurück, den die Landesregierung zum Nationalpark Schwarzwald eingerichtet hatte. Leider habe die Regierung aber bislang keine Vorschläge aus dem Kreis aufgegriffen, beklagte er.

Nach den Plänen von Schmiederer sollen heimische Wildtiere, aber auch etwa Bären und Elche in einem mit einem 38 Kilometer langen Zaun umgebenen Areal angesiedelt werden. Die Gesamtkosten des Projekts schätzt er laut Zeitungsbericht auf 8,4 Millionen Euro. Der Naturschutzbund Baden-Württemberg zeigte sich ebenfalls aufgeschlossen gegenüber dem Projekt. „Wir halten das für einen sehr guten Vorschlag“, sagte der Landesvorsitzende Andre Baumann. Den Besuchern des Nationalparks würde so ein außergewöhnliches Naturerlebnis geboten. Er könne sich vorstellen, dass das Wildtiergehege ein Publikumsmagnet werde.
 

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