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Freudenstadt Richtiges Handeln kann Leben retten

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Nach der erfolgreichen Premiere im Jahr 2015 wurden die von der Gebrüder-Gründler-Stiftung ins Leben gerufenen Notfalltage im und rund ums Kongresszentrum in Freudenstadt erneut zu einem großen Erfolg.

Freudenstadt. Sowohl Laien als auch Fachpublikum konnten bei Vorträgen, im Praxistraining und in Workshops ihr Wissen rund um die Notfallhilfe erweitern. Themenschwerpunkte waren Herz-/Kreislaufnotfälle, Unfälle, Wiederbelebung oder Kindernotfälle.

Ohne Zuschauer konnten kleine Gruppen zum Beispiel die Herzdruckmassage an Patientensimulatoren üben. Denn im Notfall zählt jede Sekunde. "Trau dich" lautete dabei die Botschaft der Experten. 100 mal Drücken auf das Brustbein pro Minute hat bei einem Herzstillstand bis zum Eintreffen der Rettungsdienste schon vielen Menschen das Leben gerettet.

Landrat Klaus Michael Rückert und Oberbürgermeister Julian Osswald hoben die Bedeutung der Gebrüder- Gründler-Stiftung als zusätzliches Rettungsglied im Landkreis hervor. Sie dankten den Stiftungsgründern Christoph und Markus Gründler sowie Philipp Hiereth und deren Helfern für ihr großes ehrenamtliches Engagement und lobten den Einsatz für die Allgemeinheit. Dankbar sei man, dass zwei Fahrzeuge der Gebrüder-Gründler-Stiftung 365 Tage und Nächte im Jahr einsatzbereit sind.

Hilfe geschieht in Bescheidenheit

Als Vertreter des Stiftungspräsidiums begrüßte Kreisbrandmeister Frank Jahraus bei der Get-Together-Party die Gäste. Die Freudenstädter Notfalltage hätten zwischenzeitlich einen weitreichenden Namen und ein Wurzelgeflecht im Boden der Notfallmedizin zur Verbesserung der Überlebenschancen bei kritischen Einzelfällen. Die Hilfe geschehe in Bescheidenheit, unauffällig, selbstlos und unentgeltlich, jedoch mit einer einzigartigen Wirkung, so Jahraus. Bei einer durchschnittlichen Ausrückzeit von zwei Minuten seien die Teams der Gründler-Stiftung eigentlich immer sofort verfügbar. Jahraus dankte den 23 Mitgliedern der Gebrüder-Gründler-Stiftung, die aktiv mitarbeiten.

Bei seinem Eröffnungsvortrag verkündete Vorstand Markus Gründler, dass das auf drei Jahre befristete Projekt der Freudenstädter Notfallhilfe um zwei Jahre bis Ende 2019 verlängert wird. Das Einsatzteam sei um sieben weitere erfahrene Kräfte ergänzt worden. Seit Beginn des Probebetriebes habe man bis Ende August 2017 deutlich über 800 Einsätze absolviert. Auch die Ausstattung der Fahrzeuge sei weiter ergänzt worden, beispielsweise mit neuen Beatmungsgeräten und weiterem Spezial-Equipment. Der Anspruch der Freudenstädter Notfallhilfe bleibe weiterhin unpolitisch, frei von finanziellen oder anderen Interessen ausschließlich zum Wohl der Patienten, hob Markus Gründler hervor. Dank an alle Helfer sprach ebenso sein Bruder Christoph Gründler aus.

Der erste Tag war auf das Fachpublikum ausgerichtet. Interessante Fachvorträge brachten nicht nur Ärzte und Notfallsanitäter auf den neuesten Stand im Notfallwesen. Angesprochen wurde unter anderem die Erkennung und Erstversorgung von kritischen Patienten, wie auch die Sicherung der Atemwege in schwierigen Situationen.

Neue Einblicke brachte der Vortrag von Markus Megerle über neue Fahrzeugtechnologien und die damit verbundenen Herausforderungen für die Feuerwehren und Rettungsdienste. Etwa 150 Teilnehmer waren am ersten Tag dabei. Beim Praxistraining wurde unter anderem die Wiederbelebung durch Ersthelfer trainiert, während bei Workshops unter anderem die Atemwegsicherung und Geburtshilfe auf der Agenda standen.

Demonstrationen unter realistischen Bedingungen

Der zweite Tag brachte Einsteigern beim Praxistraining die Wiederbelebung mit Unterstützung des automatischen Defibrillators nahe. Die Feuerwehrabteilung Freudenstadt ermöglichte den Teilnehmern im Kurgarten, einmal selbst den Feuerlöscher anzuwenden und brennende Personen zu löschen. Zahlreiche Teilnehmer waren vom dramatischen Effekt einer Fettexplosion beeindruckt. Die Verkehrswacht Freudenstadt und die Polizei waren mit einem Fahrsimulator und Rauschbrillen vor Ort, um die Auswirkungen von Alkohol und Drogen zu demonstrieren. Auch ein Überschlagsimulator wurde in den Pausen eingesetzt, um zu zeigen, wie anspruchsvoll sich der Ausstieg aus einem auf dem Dach liegenden Fahrzeug gestaltet. Vorträge zu verschiedenen notfallrelevanten Themen wurden angeboten. Ein Thema war außerdem ein Überblick über aktuelle Strategien zur Bewältigung von Großschadenslagen im Landkreis Freudenstadt. Daneben war wieder ein High-End-Patientensimulator mit dem dazugehörigen Team der Uniklinik Tübingen dabei, um insbesondere die Teamarbeit bei komplexen Einsätzen unter realistischen Bedingungen zu zeigen.

Ein besonderer Höhepunkt war die Teilnahme von Patienten, die im Landkreis Freudenstadt lebensbedrohliche Herzstillstände ohne Folgen überlebt haben. Dies sei, so zeigte Markus Gründler anhand der dramatischen Geschichte eines dieser Patienten, das Ergebnis einer gut funktionierenden Rettungskette, bei der die Ersthelfer eine entscheidende Rolle spielen.

 
 

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