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Freudenstadt Reha-Ausgaben als gute Investition

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Träger von Reha-Einrichtungen trafen sich mit Herbert Rische, Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel (beide vordere Reihe, Mitte) und Hubert Seiter (Dritter von rechts) zur Lauterbader Runde. Foto: Schwarzwälder-Bote

Freudenstadt. Bereits zum fünften Mal trafen sich Träger der Reha-Kliniken aus der Region, um mit Deutschlands ranghöchstem Rentenchef Herbert Rische und dem Ersten Direktor der Rentenversicherung Baden-Württembergs, Hubert Seiter, in Freudenstadt bei der Lauterbader Runde über aktuelle Tendenzen der Branche und mögliche Entwicklungen zu diskutieren. "Daraus schöpfe ich mittlerweile wichtige Basisinformationen für meine politische Arbeit in Berlin, und sie liefert mir fundierte Fakten für meine Tätigkeit als Staatssekretär für Soziales", sagte der Abgeordnete und Initiator des Treffens, Hans-Joachim Fuchtel, in der Runde, für die diesmal das Hotel Grüner Wald ausgewählt worden war.

"So einen Zusammenschluss gibt’s nirgendwo in Deutschland", erkannte Herbert Rische, der ein wachsames Auge auf die Diskussion über soziale Sicherungssysteme in Europa werfen möchte, damit die Deutschen mit ihrem Rentensystem nicht ins Hintertreffen geraten. "Reha, wie wir sie betreiben, bietet keiner in Europa an", machte der Präsident der Deutschen Rentenversicherung klar. Es spreche dafür, hierzu auch die privaten Rentenversicherer in die Verantwortung zu nehmen. Gleichwohl gelte es noch über viele Faktoren wie Altersarmut, Langzeitarbeitslosigkeit und Niedriglöhne zu diskutieren. Die Gruppe der Selbstständigen müsse stärker ins soziale Netz integriert werden.

Die Rentenversicherung müsse gegenüber jungen Menschen "sprachfähiger" werden, betonte Hubert Seiter. "Um Netzwerke bilden zu können, brauchen wir Gesichter." Reha-Ausgaben seien eine gute Investition in die Zukunft. Nur damit fänden erkrankte Menschen schneller ins Erwerbsleben zurück.

Als Stadtoberhaupt mache es ihn stolz, betonte Freudenstadts Oberbürgermeister Julian Osswald, dass die Wahl für eine derart hoch besetzte Reha-Runde vor fünf Jahren auf Freudenstadt gefallen sei. Gleichwohl eigne sich die Region hervorragend für den Gedankenaustausch, verfüge sie doch über viele Einrichtungen rund um Rehabilitation und Gesundheitsvorsorge.

Die Botschaft, dass die Kommunen der demografischen Entwicklung entgegenwirken müssten, sei noch nicht überall angekommen, bemängelte Hans-Joachim Fuchtel. Mit der Verknüpfung der verschiedenen Akteure in der Gesundheitswirtschaft versuche die Industrie- und Handelskammer den Nordschwarzwald voranzubringen, erläuterte Hauptgeschäftsführer Martin Keppler. Schließlich gelte es viele innovative Potenziale ohne Berührungsängste zu nutzen, um zur Technologieführerschaft zu gelangen.

Tourismus und Gesundheitswirtschaft verschmelzen immer mehr, erkannte Tourismusexpertin Carola Broermann. Diese Ausgangslage müsse intensiv genutzt werden, denn "die Menschen sind bereit, für die Erhaltung ihrer Gesundheit Geld in die Hand zu nehmen." Daraus möchte Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel bei der Lauterbader Runde neue Allianzen andenken. Dazu müssten die Schaltstellen genutzt und aus den Netzwerken heraus Angebotspakete geschnürt werden.

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