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Freudenstadt Rat kippt Bauprojekt am Kienberg

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So hätte das neue Gebäude von der Hartranftstraße aus ausgesehen. Foto: Heinzelmann

Freudenstadt - Ein auf dem Freudenstädter Kienberg geplante Mehrfamilienwohnhaus ist wohl vom Tisch. Die Investoren hätten zur Realisierung des Projekts etwa 200 Quadratmeter städtische Grünfläche benötigt. Der Gemeinderat hat den Verkauf dieser Fläche abgelehnt.

Das Wohnbauprojekt hatte bereits während des Genehmigungsverfahrens im März durch eine Anfrage im Ausschuss für Infrastruktur und Umwelt für Aufregung gesorgt, weil sich besorgte Anlieger bei Stadträten gemeldet hatten (wir berichteten). Dass es ein Baugesuch gibt, wurde seinerzeit von der Stadtverwaltung bestätigt, das Thema wurde mit den Hinweis, dass Grundstücksangelegenheiten nicht öffentlich sind, aber nicht weiter behandelt.

Jetzt meldete sich Dieter Heinzelmann, der bei der Projektentwicklungs- und Ausbaufirma Eco Premium-Bau aus Glatten für das Marketing zuständig ist, bei unserer Zeitung. Das Glattener Unternehmen hat in Freudenstadt schon etliche Projekte umgesetzt, darunter den Komplettumbau des ehemaligen Telekom-Gebäudes an der Ludwig-Jahn-Straße.

Über zwölf Monate an Planung gefeilt

Das Projekt an der Hartranft­straße sei im Landhausstil geplant worden und baurechtlich genehmigungsfähig gewesen, betont er. Über zwölf Monate hätten das Unternehmen und die Stadtverwaltung an dem Neubau gefeilt. Unverständlich ist für Heinzelmann, dass die Emotionen auf dem Kienberg und im Gemeinderat bereits hochkochten, bevor Details der Planung bekannt waren.

In dem neuen Haus in Niedrigenergiebauweise, das anstelle eines bestehenden Gebäudes entstehen sollte, waren elf barrierefreie Mietwohnungen geplant. Gerade in diesem Bereich gebe es in Freudenstadt für Einheiten in der Größe von 60 bis 70 Quadratmetern seinen großen Bedarf, so Heinzelmann. Da es auf dem Kienberg kaum Parkplätze gibt, habe man eine Tiefgarage bauen wollen. Dazu sei ein Stück Grünfläche der Stadt in der Größenordnung von rund 200 Quadratmetern notwendig gewesen. Da der Gemeinderat dem Verkauf nicht zugestimmt habe, sei das Vorhaben nicht realisierbar, auch nicht in anderer Form.

Um solch ein Projekt für die Mieter kostengünstig hinzubekommen, brauche man eine gewisse Wohnfläche, erläutert Dieter Heinzelmann. Nach Bekanntwerden der Kritik von Seiten des Gemeinderats hatten die Investoren Marco und Stephan Heinzelmann einen Brief an alle Stadträte geschrieben, um über das Projekt zu informieren. Darin hieß es unter anderem, dass das Bauvorhaben bezahlbaren Wohnraum bei hoher Wohn- und Lebensqualität schaffen solle und sich harmonisch ins Stadtbild einfüge. Die elf Wohnungen würden in ihrer Gesamtfläche einem Sechs- bis Achtfamilienhaus entsprechen heißt es in dem Brief weiter.

Rudolf Müller, Leiter des Amts für Stadtentwicklung in Freudenstadt, war an dem Planungsprozess für das Gebäude beteiligt. Er bestätigt, dass der Gemeinderat gegen den Verkauf der Grünfläche gestimmt hat. Zuvor sei eine Genehmigung in Aussicht gestellt worden. Müller gibt zu, dass der Zuschnitt des vorhandenen Grundstücks "ungünstig" ist. Die Bauherren hätten zusätzliche Fläche für den Neubau benötigt.

Wie es jetzt weitergeht, weiß Dieter Heinzelmann noch nicht. Zunächst habe man das Gebäude sanieren wollen, doch das sei wegen der Bausubstanz und der Struktur nicht machbar. Mietanfragen lägen zwar vor, doch es sei kein Haus für einen zeitgemäßen Wohnstandard.

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