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Freudenstadt Nichts hält länger als ein Provisorium

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Die Keplerschule wird umfassend renoviert. Foto: Rath Foto: Schwarzwälder Bote

Die Keplerschule Freudenstadt bekommt Interimsklassenräume in Holzmodulweise als Ausweichklassenzimmer, solange das Hauptgebäude saniert wird.

Freudenstadt (mos). Der Ablauf sieht eine Ausgliederung von Klassen vor, deren Räume von den Bauarbeiten betroffen sind. Derzeit gebe es keine Ersatzklassenräume. Deshalb sollen nun zwei Klassenzimmer in Holzmodulbauweise in der Verlängerung der Mensa entstehen. Die Fassadensanierung soll in mehreren Bauabschnitten bis einschließlich 2024 während des laufenden Schulbetriebs erfolgen. Rudolf Müller vom Amt für Stadtentwicklung betonte, dass die Stadt zunächst eine Containerlösung wie bei der Hartranft- und Falkenrealschule ins Auge gefasst habe. Auf die Ausschreibung hin sei aber kein einziges Angebot eingegangen.

Sechs Räume fehlen

Die Holzmodulbauweise mit vorgelagerter Veranda und barrierefreiem Zugang über eine Rampe sei eine wirtschaftliche Lösung für diesen Zweck. In Abstimmung mit beiden Schulleitungen habe man zudem einen Platz gesucht, der den Schulbetrieb möglichst wenig störe. Eine Erweiterung sei später ebenfalls möglich, allerdings nicht im Kostenrahmen von 400 000 Euro enthalten. Im Herbst starte die Umsetzung. Optisch passe das Bauwerk gut zur Mensa.

Oberbürgermeister Julian Osswald zeigte sich froh ob der Holzbauweise, die dort vermutlich auch länger stehe. Schließlich sei nichts Beständiger als ein Provisorium. Auch SPD-Stadträtin Anita Zirz geht davon aus, dass es sich bei einem Gebäude für 400 000 Euro nicht nur um eine Interimslösung handle, zumal es bereits Gedankenspiele über die Möglichkeit einer Aufstockung gebe. Sie könne der Planung eher nicht zustimmen, da ein Gebäude ohne Toiletten als Dauerlösung nicht geeignet sei. Eine Ausstattung nur mit Sitz, Pult und Waschbecken sei als Interimslösung in Ordnung, als Dauerlösung sei ihr das aber zu wenig. Müller antwortete, dass die Stadt auch die Kosten im Blick gehabt habe und dass sie sich bereits bei der Mensa seinerzeit mit Zustimmung des Gemeinderats gegen Toiletten entschieden habe. Das WC im Hauptgebäude sei leicht erreichbar. In den Containern an der Hartranftschule gebe es auch kein WC, der Betrieb funktioniere trotzdem seit Jahren.

Albrecht Ortmann (Bürgeraktion), selbst Lehrer am Keplergymnasium, hegte Zweifel, dass die beiden jetzt zu realisierenden Räume überhaupt ausreichen. Osswald betonte, dass die Stadt diesbezüglich zahlreiche Gespräche mit der Schulleitung geführt habe. Die Stadt brauche von der Schulleitung ein Konzept mit Entwicklung der Schülerzahlen für das Regierungspräsidium, das dann den Bedarf ermittle. Gebe es Bedarf, könne man über weitere Klassenräume sprechen. Es gehe um Förderung des Landes. Ortmann sagte, es gebe keine Zweifel an der Notwendigkeit. Derzeit seien bereits sechs Unterrichtsräume der Nutzung entzogen, im neuen Schuljahr steigerten sich die Schülerzahlen zudem um zehn Prozent. Derzeit sei die Situation nur wegen Corona etwas entspannter. "Ich sehe deshalb Probleme auf uns zukommen, wenn wir eine zu kleine Lösung wählen", so Ortmannn. Der Ball liege bei der Schule.

Elisabeth Gebele (Bürgeraktion) war der Meinung, dass das Gebäude mehr Licht bekäme, wenn es näher am Hauptgebäude stünde. Sonst werde es dort wohl "ziemlich dunkel". Das könne die Stadt noch einmal untersuchen, so Müller. Die Feuerwehrzufahrt müsse aber frei bleiben. Der Spielraum sei deshalb "eher gering". Auf weitere Nachfrage von Klaus Fellermann (Bürgeraktion) betonte Müller, dass die momentan große Beeinträchtigung mit sechs aus der Nutzung genommenen Klassenzimmern auch damit zu tun hat, dass man diesen Sanierungsschritt aus Gründen der Bundesförderung bis 30. September abgeschlossen haben müsse. Corona und die dadurch geringeren Schülerzahlen seien da entgegengekommen, ebenso die bevorstehenden Sommerferien. Das bedeute aber nicht, dass man die sechs Klassenzimmer während der gesamten Bauphase der Nutzung entziehe, stellte Osswald klar. Der vorgeschlagenen Lösung wurde daraufhin bei einer Gegenstimme mit großer Mehrheit zugestimmt.

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