Die Besucher nutzten den Informationstag des beruflichen Schulzentrums für Gespräche mit Schülern und Pädagogen. Foto: Privat Foto: Schwarzwälder-Bote

Rund 1600 Besucher beim Informationstag der beruflichen Schulen

Kreis Freudenstadt. Hunderte von Jugendlichen strömten am Informationstag der beruflichen Schulen in Freudenstadt in das berufliche Schulzentrum an der Eugen-Nägele-Straße in Freudenstadt. Die Heinrich-Schickhardt-Schule, die Luise-Büchner-Schule und die Eduard-Spranger-Schule präsentierten in einem abgestimmten Terminplan ihr schulisches Angebot.

 

Ein Vergleich der Qualifikationschancen und der Schulprofile wurde den Interessenten durch diese Veranstaltung ermöglicht. Ob Berufseinstiegsjahr, Berufsfachschulen, Berufskollegs oder berufliche Gymnasien, die Palette der Angebote ließ für die rund 1600 Besucher beinahe keine Wünsche offen.

Das Interesse der Jugendlichen und ihrer Eltern sei sicherlich auch durch die jüngsten Aussagen der baden-württembergischen Kultusministerin Marion Schick gestärkt worden, die den beruflichen Schulen ihre Wertschätzung und ihre Unterstützung zugesichert habe, so Armin Wüstner, geschäftsführender Schulleiter des beruflichen Schulzentrums.

Nicht ohne Stolz präsentierte die Schulleiterin Gabriele Reeb in ihrem ersten Dienstjahr als Leiterin der Luise-Büchner-Schule (LBS) neben den traditionellen Schularten der LBS gleich eine Neuerung. Zu den bekannten beruflichen Gymnasien mit den Schwerpunkten Ernährung, Technik und Wirtschaft kommt im neuen Schuljahr ein sozialwissenschaftliches Gymnasium. Hier bildet das Fach "Pädagogik und Psychologie" das Profilfach. Auch dieses Gymnasium führt zur allgemeinen Hochschulreife. Groß war der Andrang der Interessenten im Foyer der Luise-Büchner-Schule. Der frühere Landrat Peter Dombrowsky hatte sich am Ende seiner Amtszeit für diese Neuerung stark gemacht.

Peter Stumpp, Schulleiter der Heinrich-Schickhardt-Schule, präsentierte mit seinen Pädagogen das technische Gymnasium im Bistro des Schulzentrums. Auch dort war kaum einer der 250 Sitzplätze zu ergattern. Dabei wurde deutlich, dass das Gymnasium der Heinrich-Schickhardt-Schule mit den drei Profilen Maschinenbau und Elektrotechnik, Informationstechnik sowie Technik und Management auch differenzierten Schülerwünschen Rechnung trägt.

Nicht zuletzt präsentierte auch die Eduard-Spranger-Schule mit dem Wirtschaftsgymnasium, den Berufskollegs und der Wirtschaftsschule ihr Leistungsangebot. Das Interesse am Wirtschaftsgymnasium überraschte Schulleiter Armin Wüstner nicht. Es ist seit Jahren außerordentlich hoch. Die so genannten profilergänzenden Neigungsfächer wie etwa Finanzmanagement oder auch Global Studies stehen bei den Jugendlichen hoch im Kurs. Überraschend für alle drei Schulleiter war, dass der Wunsch zum Besuch der zweijährigen Berufsfachschulen, die auf dem Hauptschulabschluss aufbauen, an allen drei Schulen groß war. Zum Beispiel übersteigt die Nachfrage nach der Berufsfachschule Metall bei weitem die vorhandene Kapazität. Diese Schulen führen zur Fachschulreife und ermöglichen damit den Zugang zu den Berufskollegs und den beruflichen Gymnasien. Sie bereiten auch auf den Einstieg in eine klassische duale Ausbildung vor. Am Rande der Einzelveranstaltungen standen viele Lehrer sowie die kompletten Schulleitungen aller drei Schulen den Eltern und Jugendlichen zur Beantwortung ihrer Fragen Rede und Antwort.

Auch Schüler wurden in die Beratungsgespräche und in die Präsentationen eingebunden. Weitere Beratungsmöglichkeiten durch die Arbeitsagentur und die Duale Hochschule Horb waren ebenfalls eingerichtet und gut besucht. Für eine unterhaltsame Atmosphäre sorgte die Big-Band unter der Leitung von Alfred Ade.