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Freudenstadt Neuer Blick auf alten Waldlust-Prachtbau

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Durch die Baumfällungen an der Lauterbadstraße wird das ehemalige Hotel Waldlust wieder besser sichtbar. Foto: Breitenreuter

Freudenstadt - Der Denkmalverein Freudenstadt, der die Patenschaft für das ehemalige Nobelhotel Waldlust seit über zehn Jahren unterhält, begrüßt die begonnenen Baumfäll- und Auslichtungsarbeiten entlang der Grundstücksgrenze an der Lauterbadstraße.

Die Sicherungsarbeiten dienen einerseits der allgemeinen Verkehrssicherheit, andererseits schaffen sie auch für das Hoteldenkmal einen völlig neuen "Auftritt".

Die "Waldlust" werde nach Abschluss der Fällarbeiten wieder als Architektur-Monument in bevorzugter Lage hervortreten und sichtbar sein, so der Denkmalverein in einer Pressemitteilung. Es würden neue, ungewohnte Blickachsen auf das Gebäude frei. Sowohl aus dem Nahbereich wie auch aus mittlerer Entfernung oder sogar von der Stuttgarter Straße aus. Seit Jahren sei es ein beharrlich verfolgtes Anliegen der Denkmalfreunde gewesen, dass der zwar in die Jahre gekommene, etwas ramponierte, aber immer noch mondäne Prachtbau aus der Belle Epoque wieder seine herausragenden Standortqualitäten zeigen darf, so der Verein. Das Luz-Hotel Waldlust, das vornehmste Haus dieser Hoteldynastie, galt lange Zeit als das "schönstgelegene Hotel im Schwarzwald". Zahlreiche Ansichten, Fotografien und stilisierte Hoteldarstellungen zeigen dieses geradezu majestätisch an der Bergflanke thronende Grandhotel. Als aber im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts der Niedergang des Hauses einsetzte, und auch die Pflegearbeiten in der Waldlust-Parkanlage rarer wurden, gewann die Natur die Oberhand.

Als der Hotelbetrieb 2005 schließlich ganz zum Erliegen kam, war das einstige Nobelhotel von einem grünen Gürtel fast schon verhüllt. Vor allem die großen Bäume entlang der Fassade reichten bis zum Dachfirst.

Fernsicht war völlig verstellt

Durch das Geäst hatten Hotel-Besucher zuletzt nur noch ganz eingeschränkte Aussichten. Die vielfach gerühmte Fernsicht vom Hotel weit hinüber zur Schwäbischen Alb war fast völlig verstellt. Und die "Waldlust" war auch als markante Größe im Stadtbild wie untergetaucht und fast gänzlich verschwunden. Der Denkmalverein, der sich für den Erhalt des Kulturdenkmals einsetzt, erkannte diesen Nachteil: Objekte, und seien sie noch so geschichtsträchtig, die aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit geraten, seien von Vergessen bedroht – und dem Untergang geweiht, so der Verein. Doch alle mit Aufwand betriebenen Gespräche und Verhandlungen blieben ohne Erfolg. Sie scheiterten mal an den Kosten, an Personalwechseln, mal aus naturschutzfachlichen, eigentumsrechtlichen oder aus arbeitslogistischen Gründen.

Erst die beiden Baumstürze an der Zufahrts-Allee im Januar, durch Wasserunterspülungen verursacht, brachten das Projekt Denkmal-Freistellung wieder auf die Agenda. Für die Denkmalschützer bedeutet die Waldlust-"Enthüllung" dreierlei: Das angegriffene Gebäude profitiert davon. Bauphysiologisch wird die Gebäudehülle zudem besser besonnt, kann austrocknen und leichter überdauern, meinen Experten.

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