Renate Braun-Schmid, Ursula Nagel, Martina Maier-Schmid, Jürgen Schulze-Tollert, Christa Weißer und Andreas Kuznik (von links) stellen den neuen Sprechstundenraum im Medizinischen Versorgungszentrum Freudenstadt vor. Foto: Feinler

Donum Vitae und Diakonische Bezirksstelle stellen Sprechzimmer im Krankenhaus vor.

Freudenstadt - Schwangere und Frauen, die entbunden haben, bekommen im Konferenzraum des Medizinischen Versorgungszentrums in Freudenstadt eine neue Anlaufstelle. Montags von 9.30 bis 10.30 Uhr wird eine Sprechstunde für die Zielgruppe angeboten.

Die Idee dahinter wurde nun vorgestellt. Das Projekt, das für ein halbes Jahr angesetzt ist, wurde von Donum Vitae und der Diakonischen Bezirksstelle Freudenstadt ins Leben gerufen. Am Montag, 1. Oktober, findet die erste Sprechstunde mit Christa Weißer von Donum Vitae statt. Die Sozialpädagogin wechselt sich wöchentlich mit Martina Maier-Schmid von der Diakonischen Bezirksstelle Freudenstadt ab. Schwangere und Frauen, die entbunden haben, können in der Sprechstunde Fragen stellen und über Themen sprechen, die sie mit ihrem Umfeld nicht besprechen.

Ob finanzielle Themen oder Alltagsprobleme – die beiden Beraterinnen wollen mit Rat und Tat zur Seite stehen. In Kooperation mit dem Freudenstädter Krankenhaus wird die wöchentliche Sprechstunde angeboten. "Für uns ist es eine Bereicherung", erklärt Jürgen Schulze-Tollert, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Freudenstädter Krankenhaus. Da der Raum direkt neben dem Eingangsbereich des Medizinischen Versorgungszentrums ist, müssen Ratsuchende die Station nicht betreten. "Das würde vielleicht die ein oder andere Frau doch abschrecken, deshalb ist dieser Konferenzraum auch gut gewählt", erklärt Renate Braun-Schmid von der Diakonischen Bezirksstelle Freudenstadt.

Obwohl die Geschäftsleitung des Krankenhauses von der Idee begeistert war, hatten Donum Vitae und die Diakonische Bezirksstelle Freudenstadt einen langen Weg vor sich. Geeignete Beraterinnen, feste Zeiten und ein geeigneter Raum mussten gefunden werden.

Das Projekt ist vorerst ein halbes Jahr in der Testphase. "Anfangs werden bestimmt nicht so viele Frauen kommen. Das Angebot muss sich zunächst einmal herumsprechen", sagt Braun-Schmid. Deshalb sollen auf der Geburtenstation und anderen Stationen Informationsplakate auf den neuen Betreuungsraum hinweisen. Das Krankenhaus stellt den Raum Donum Vitae und der Diakonischen Bezirksstelle für das halbe Jahr kostenlos zur Verfügung. Dann wird entschieden, ob das Angebot weiterhin besteht.

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