Nachtwanderer gibt es bereits in vielen deutschen Städten, unter anderem auch in Freudenstadt. Foto: SB-Archiv

Ansprechpartner für Jugendliche: Am 3. September gehen die Nachtwanderer wieder auf Tour.

Freudenstadt - Am Freitag, 3. September, gehen sie wieder auf Tour: die Nachtwanderer. Um 21 Uhr ist Treffpunkt in der Kinderwerkstatt Eigen-Sinn, Badstraße 45, in Freudenstadt. Nach einer Vorbesprechung machen sich die Nachtwanderer auf den Weg durch die Stadt, um Ansprechpartner für die Jugendlichen zu sein und auch mal deeskalierend zu wirken, wenn die Feierlaune im Alkoholdunst einmal etwas umschlägt.

Rund 15 Ehrenamtliche sind es derzeit, die alle zwei Wochen auf Tour gehen – und damit ergänzend zu den Streetworkern tätig werden. "Bei knappen Kassen sind die Nachtwanderer ein riesen Thema", so Nachtwanderer Hans-Martin Haist. Konstanz habe das Projekt über Kontakte nach Freudenstadt initiiert, auch Horb sei dran. In vielen deutschen Städten gehören die Nachtwanderer längst zum Stadtbild.

"Wir bräuchten in Freudenstadt aber viermal so viele Leute", sagt Haist. Ziel sei es, sowohl freitags als auch samstags präsent sein zu können. Viele hätten jedoch einfach Angst, seien unsicher, was da auf sie zukommt. Dabei: "Man braucht keine Einzelkämpferausbildung", betont Haist und lächelt. Gefährliche Situationen hat er bisher noch nicht erlebt. Außerdem werden die Nachtwanderer auch ausgebildet, in erster Hilfe und Deeskalation.

Wer sich für die Nachtwanderer interessiert, kann sich bei Renate Braun-Schmid von der Diakonischen Bezirksstelle, Telefon 07441/88 40 12, melden. Außerdem ist am Mittwoch, 22. September, ab 19.30 Uhr eine Informationsveranstaltung mit Oberbürgermeister und Schirmherr Julian Osswald in der Kinderwerkstatt Eigen-Sinn.

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