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Freudenstadt Nachhaltig, modern und federleicht

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Überwiegend in Holzbauweise erstellt die Bäckerei Munzinger in Dietersweiler einen Neubau. Foto: Breitenreuter Foto: Schwarzwälder Bote

Das Interesse an der Holzbauweise wächst – insbesondere unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit. Das zeigte sich am großen Zuspruch an einer Veranstaltung im Rohbau der Bäckerei Munzinger in Dietersweiler, bei der Fachreferenten verschiedene Aspekte des Bauens mit Holz darstellten.

Freudenstadt-Dietersweiler. In der Freudenstädter Straße in Dietersweiler erstellt die Bäckerei Munzinger einen Neubau überwiegend mit Materialien aus Holz. An diesem Beispiel zeigten der Architekt Gerhard Lieb, der Statiker Jan Schaal sowie Rudi Müller und Jimmy Müller von der Firma Holzbau Müller in Kooperation mit dem Projekt RegioHolz der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald (WFG) auf, welche Vorteile der Werkstoff Holz in der Praxis bieten kann.

Rudolf Müller, Leiter des Amts für Stadtentwicklung der Stadt Freudenstadt, die die Veranstaltung ebenfalls unterstützt hatte, zeigte sich beeindruckt, dass über 70 Architekten, Bauplaner, Sachverständige, Sanierer, Zimmerer sowie Vertreter von Behörden und Verbänden der Einladung gefolgt waren. "Das Interesse am Bauen mit Holz ist längst überfällig" betonte er und bezeichnete den Bau der Bäckerei Munzinger als "gelebte Holzbaukultur im Nordschwarzwald". Die Familie Munzinger werde die größte Freude an diesem Gebäude haben, versicherte Rudolf Müller.

Der Leiter des Amts für Stadtentwicklung zeigte sich froh, dass die Investition in Dietersweiler zustande kam, um die Nahversorgung der über 2000 Einwohner des Stadtteils zu sichern. Das Projekt habe die Stadt gemeinsam mit dem Planer und dem Bauherrn entwickelt. Es sei städtebaulich an der Freudenstädter Straße gut eingebunden. Für dieses Gebäude sei ein wenig mehr Hirnschmalz als sonst notwendig gewesen. Der Holzbau passe hervorragend zur Stadt mit ihrem hohen Waldanteil.

Die Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald sieht in ihrem Projekt Regio-Holz eine wichtige Aufgabe, den Holzbau nachhaltig zu stärken, um den Entwicklungsprozess einer zukunftsgewandten Architektur und Stadtentwicklung mit dem natürlichen Baustoff aus heimischen Wäldern zu unterstützen. Der Bedarf an Wissen zu diesem Thema sei groß, betonte Projektleiter Lars Schäfer von der WFG.

Große Kompetenz in Sachen Holzbau bewiesen die Referenten des Nachmittags in ihren Fachvorträgen. Den Auftakt machte Architekt Gerhard Lieb, der eine kurze Einführung in das Thema Holzbau gab und dessen verschiedene Möglichkeiten wie die Rahmenbauweise oder die Misch- und Hybridbauweise erläuterte. An Bildern von Holzbauten, die von seinem Büro in Dietersweiler geplant und umgesetzt wurden, demonstrierte er die vielfältigen Möglichkeiten. Er erläuterte unter anderem wie luxuriöses Wohnen in einem Holzbau auf dem ehemaligen Gartenschaugelände in Nagold umgesetzt wurde und wie bei einem Einfamilienhaus in Wittlensweiler durch die Holzbauweise Einsparpotenziale erzielt werden konnten. Dabei machte er deutlich, wie mit Holz eine attraktive Formsprache gelingen kann. Lieb ermutigte seine Architektenkollegen zusammen mit den richtigen Handwerkern und Tragwerksplanern auch Holzbauten anzugehen. "Nur Mut", rief er ihnen zu.

Rund um statische Tragsysteme anhand des Objekts der Bäckerei Munzinger ging es in dem Vortrag von Jan Schaal. Der zuständige Statiker des Baus gab dem Fachpublikum einen Einblick in seine Herausforderungen und verdeutlichte, wie er diese bei der Bäckerei vor Ort meisterte.

Jimmy Müller und sein Vater Rudi, die eine gleichnamige Holzbaufirma in fünfter Generation führen, gaben zum Abschluss der Vorträge einen Einblick zu Chancen und Herausforderungen des Holzbaus. Dabei wurden die Besonderheiten des vielseitigen Werkstoffs Holz aufgezeigt. Insbesondere die speziellen Anforderungen der Baubuche, welche im Endeffekt das "i-Tüpfele" des Objekts sei. Jimmy Müller fasste zusammen: "Holzbau ist nachhaltig, modern, gesund, federleicht, kostengünstig und schnell".

Dass das Thema Holzbau die Teilnehmer beschäftigte, wurde bei der Führung durch das Objekt mit anschließendem Ausklang deutlich. Die Gäste konnten sich in verschiedenen Diskussionsgruppen mit den Referenten austauschen.

Lars Schäfer zeigte sich am Ende höchst zufrieden: "Wir wurden von den Anmeldezahlen geradezu überrannt, dies zeigt, wie das Thema Holzbau unter den Nägeln brennt."

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