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Freudenstadt Nachfolger treten in große Fußstapfen

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Das erste gemeinsame Foto des CDU-Bundestagsabgeordneten Hans-Joachim Fuchtel (Mitte) mit den beiden Kandidaten, die sich um seine Nachfolge bewerben: Klaus Mack (links) und Alessandro Pagella (rechts).Foto: Große-Wortmann Foto: Schwarzwälder Bote

Die bisher bekannten Kandidaten für die Nachfolge des CDU-Bundestagsabgeordneten Hans-Joachim Fuchtel sind aktuell zur internen Vorstellung bei den Parteimitgliedern unterwegs.

Region. Klaus Mack, Bürgermeister von Bad Wildbad, und Alessandro Pagella aus Haiterbach, Geschäftsführer eines Unternehmens, trafen auf ihrer Tour durch den Wahlkreis auf den Amtsinhaber, der sich im Herbst 2021 nicht mehr zur Wahl stellt.

Wahlkreis hat sich immer wieder gewandelt

Bei der Union geht es um viel: Seit 1949 hat der jeweilige CDU-Kandidat ununterbrochen im Wahlkreis Calw/Freudenstadt das Direktmandat errungen. Fuchtel nicht weniger als neunmal hintereinander mit Ergebnissen von bis zu 58,5 Prozent. Der Abstand zur SPD-Bundesvorsitzenden Saskia Esken betrug 2017 ganze 26,4 Prozent zu seinen Gunsten. Der Zuschnitt des Wahlkreises 280 habe sich zwar immer wieder leicht gewandelt, so Fuchtel, "aber im Gegensatz zu sehr vielen anderen Wahlkreisen konnte ganz überwiegend eine Identität mit den beiden Landkreisen Calw und Freudenstadt gehalten werden". Denn die Einwohnerzahl bewege sich im Rahmen der Toleranzgrenze der für die Wahlkreise bundesweit festgelegten Größenordnung. So sei nicht die Fläche entscheidend, sondern die Zahl der hier lebenden Menschen.

Von der Fläche her ist allerdings der Wahlkreis Calw/Freudenstadt einer der großen. Fuchtel meint: "Wer weit über 30 Jahre hier bürgernah gewirkt hat, der kennt die Ausmaße der Strecken, beispielsweise zwischen Bad Rippoldsau-Schapbach und Gechingen." Der Wahlkreis grenze an die Region Württemberg-Hohenzollern ebenso wie an Südbaden oder Nordwürttemberg und sei bekanntlich mit der Kreisreform von Württemberg nach Nordbaden gewandert – Veränderungen, mit denen man sich zu arrangieren habe, so Fuchtel, "auch wenn das heute leichter akzeptiert wird als früher".

Bei seinen Vorgängern habe es sich um durchweg sehr honorige Persönlichkeiten gehandelt, blickt der CDU-Politiker zurück, wobei der 1949 gewählte Fritz Schuler 1955 im Amt verstorben sei. Sein Nachfolger Arved Deringer errang nach acht Jahren das Mandat in Stuttgart, um dann eine internationale Anwaltskanzlei aufzubauen. Ihm folgte 1965 der studierte Landwirt Helmut Prassler, der später das Amt des ersten Präsidenten der Anstalt für Umweltschutz übernahm. Ab 1976 wurde Haimo George gewählt, der 1985 mit erst 52 Jahren ebenfalls im Amt verstarb. 1986 seien es dann vier Kandidaten gewesen, erinnert sich Fuchtel. Bei der Nominierungsveranstaltung habe er als jüngster mit 34 Jahren im ersten Wahlgang die parteiinterne Wahl gewonnen.

Freiwilliger Verzicht zugunsten der Jüngeren

Nach einer Dienstzeit von quasi zwei politischen Generationen habe Fuchtel aus freien Stücken frühzeitig seinen Verzicht auf eine weitere Kandidatur erklärt, damit jüngere zum Zuge kämen und vor allem die Parteimitglieder genug Zeit zur Auswahl hätten. Davon werde jetzt reichlich Gebrauch gemacht, freut sich der Parlamentarische Staatssekretär über das breite Interesse in der Partei, die Kandidaten kennenzulernen. Fuchtel meint: "So muss Partei sein, es ist das vornehmste Recht der Mitglieder, an der Wahl von Kandidaten mitzuwirken." Angesichts von mindestens zwei Kandidaten hätten die Mitglieder eine Auswahl.

Er werde in gewohnter Weise bis zum Ende seiner Amtszeit mit dem Ziel weiterarbeiten, gute Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass das Vertrauen der Wähler auf den Nachfolger übertragen werden könne.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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