Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Freudenstadt Motorrad-Großkontrolle auf Schwarzwaldhochstraße B 500

Von
Eine Kontrollstelle war auf dem Parkplatz Seibelseckle aufgebaut. (Symbolfoto) Foto: dpa

Kreis Freudenstadt - Mit Radarpistole und eindringlichen Appellen an die Vernunft: Eine große Motorrad-Kontrollaktion startete die Polizei am Samstag auf der Schwarzwaldhochstraße.

Eine Kontrollstelle war auf dem Parkplatz Seibelseckle aufgebaut. Die Schwarzwaldhochstraße (B  500) wurde gezielt ausgewählt. Denn bei Unterstmatt werden an schönen Tagen schon bis zu 3000 Motorräder gezählt. So gab es in den vergangenen zehn Jahren auf der Schwarzwaldhochstraße rund 450 Motorradunfälle mit 240 Schwerverletzten und 34 Toten. Außerdem klagen Anlieger der Straße über Lärm.

Vor Ort verschafften sich Staatssekretär Julian Würtenberger vom Innenministerium sowie der Landtagsabgeordnete Thomas Marwein ein Bild. Marwein ist Beauftragter der Landesregierung für den Lärmschutz. Von der Polizeidirektion Offenburg war Peter Westermann, Leiter der Verkehrspolizeidirektion des Präsidiums Offenburg, dabei. 35 Polizisten waren im Einsatz.

Anti-Lärm-Demo geplant

Von 13 bis 18 Uhr wurde vor der Einfahrt zum Seibelseckle die Geschwindigkeit mit der Radarpistole gemessen. So mancher Biker war auf dem Abschnitt, auf dem Tempo 70 gilt, deutlich zu schnell unterwegs. Viele Motorradfahrer hatten Verständnis für die Aktion. Insgesamt wurde an der Risikostrecke an sieben Stellen kontrolliert – teils offen, teils verdeckt. Staatssekretär Würtenberger sagte, das Motorradfahren statistisch 18-mal gefährlicher ist als Autofahren. In mehr der Hälfte aller Unfälle sei zu hohe Geschwindigkeit die Ursache. 18,7 Prozent der Motorrad-Unfälle passierten beim Überholen. In 7,8 Prozent der Fälle waren die Biker zu dicht aufgefahren. Doch nicht nur junge Fahrer sind gefährdet, sondern auch "Wiedereinsteiger": So verunglückten Motorradfahrer im Alter von 18 bis 93 Jahren tödlich. Jedes zweite Opfer ist über 50 Jahre alt.

Aber auch Lärm könne krank machen, sagte Marwein. Nur die Belastung durch Abgase sei größer. Gerade an schönen Wochenenden hätten in manchen leidgeprüften Orten die Menschen von morgens bis abends keine ruhige Minute mehr. Dabei ließe sich viel Lärm durch einen weniger aggressiven Fahrstil vermeiden. Giftiges Beschleunigen mit hoher Drehzahl erhöhe den Krach und die Gefahr für die Fahrer. Der Ärger in der Bevölkerung wachse. Anlieger wehren sich immer öfter. In Gaggenau gibt es in Kürze eine Demonstration gegen Lärm.

An einem Infostand wurde ein Kurzfilm über die Gefahren des Motorradfahrens gezeigt. Er soll die Jugend, die mehr im Internet unterwegs ist, sensibilisieren. Auch über das Jahr hinweg will die Polizei präsent sein. Am Montag erfolge die Auswertung, wie viel Verwarnungen oder Anzeigen die Polizei bei der Aktion auf der Schwarzwaldhochstraße aussprach. Mancher Biker durfte mit einem Mängelbericht weiterfahren. Beanstandet wurden hier oft Zustand von Reifen und Auspuffanlagen.

Artikel bewerten
59
loading

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.