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Freudenstadt Mitarbeiter stehen im Mittelpunkt

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Die Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim, Martina Lehmann, mit den Hoteliers Ingeborg Heinzelmann-Schillinger, Steffen und Herbert Schillinger sowie Manuela Paskowski vom Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit (von links) bei der Übergabe des Ausbildungszertifikats. Foto: Semenescu Foto: Schwarzwälder Bote

Rund 120 Mitarbeiter, eine bunte Mischung aus mehr als 15 Nationen und viel Spaß bei der Arbeit: Das und viel mehr zeichnet das Hotel Lauterbad aus. Für sein besonderes Engagement wurde es nun ausgezeichnet.

Freudenstadt. Unternehmen, die sich in besonderem Maße für die betriebliche Ausbildung einsetzen, werden seit 2007 von der Bundesagentur für Arbeit für ihre gute Leistung ausgezeichnet.

Kriterien für diese Auszeichnung sind neben der Ausbildungsquote und Schaffung zusätzlicher Ausbildungsplätze auch ein überdurchschnittliches soziales Engagement im Bereich der Ausbildung sowie auch ihre Qualität.

In diesem Jahr erhielt das Hotel Lauterbad als Unternehmen aus der Region Nordschwarzwald das Ausbildungszertifikat, das an maximal ein bis zwei Betriebe im Jahr verliehen wird. Und mit etwa 15  000 anderen Betrieben im Nordschwarzwald war die Konkurrenz groß.

Bei einem Pressegespräch im Hotel Lauterbad informierten Geschäftsführerin Ingeborg Heinzelmann-Schillinger, ihr Mann Herbert und Sohn Steffen Schillinger über die Philosophie des Hauses. Dabei waren auch die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim, Martina Lehman, sowie Manuela Paskowski, Arbeitsvermittlerin im Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit. Seit einigen Jahren gebe es in Deutschland Fachkräfteengpässe, die zu einem Wettbewerb zwischen den Betrieben führen, so Lehmann. In Deutschland liege die Ausbildungsquote gemessen an den Sozialversicherungspflichtigen bei 4,9 Prozent, so die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit.

Zum Vergleich: In Baden-Württemberg liege die Quote bei 5,2 Prozent, in der Region Nagold-Pforzheim bei 5,8 Prozent und in Freudenstadt liege bei 6,5 Prozent, was auch gleichzeitig die höchste Quote in der Region Nordschwarzwald sei, erklärte Martina Lehmann. Mit einer Ausbildungsquote von 15,2 Prozent hebe sich das Hotel Lauterbad deutlich von anderen Betrieben ab, betonte sie.

Besonderes Engagement in der Weiterbildung, gute Beziehungen zu Mitarbeitern sowie gute Lösungen von Problemen und die Integration von Geflüchteten seien unter anderem Gründe für die Auszeichnung, so Lehmann. "Diese Eigenschaften sind nicht selbstverständlich und sind Zeichen eines erfolgreichen Unternehmertums", lobte sie.

Mit zwei Azubis angefangen

Lehmann machte auch auf das Qualifizierungschancengesetz aufmerksam, das Auszubildenden, die nicht mit dem herkömmlichen Azubigehalt leben können, die Möglichkeit gibt, volles Gehalt zu beziehen. Dabei übernimmt die Arbeitsagentur bis zu 50 Prozent der Vergütung. Voraussetzung dafür ist auch, dass die Ausbildung auf ein Drittel der Zeit verkürzt wird.

Ingeborg Heinzelmann-Schillinger, die 1978 mit zwei Auszubildenden angefangen hatte, legte bereits in den 80er-Jahren viel Wert auf die Fünf-Tage-Woche, wie sie betonte. Ihr Leitfaden dabei: "Wenn ich freundlich zu meinen Mitarbeitern bin, dann sind sie freundlich zu den Gästen und diese freundlich zu mir."

Für die Hotel-Geschäftsführerin, die auch IHK-Prüfungsvorsitzende ist, ist es wichtig, auch nach einer Schwangerschaft die Bindung zur Mitarbeiterin zu stärken. Was Geflüchtete betreffe, so sei der Wechsel aus Praxis- und Theorieblöcken am besten, um Deutsch zu lernen, erläuterte sie. Zudem zählt in ihren Augen nicht immer nur die Note, sondern auch die Persönlichkeit sei von großer Bedeutung bei der Einstellung in den Betrieb.

Für die Zukunft möchte Ingeborg Heinzelmann-Schillinger das Image des Berufs in der Hotel- oder Gastronomiebranche aufwerten. Der Alltag sei nämlich schön, abwechslungsreich und zudem auch gut bezahlt, so die Geschäftsführerin, die sich sehr über die Auszeichnung freute.

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