Religion: Dekan Anton Bock und sein Stellvertreter Armin Noppenberger feierlich ins Amt eingeführt
Mit einem wegen der Corona-Pandemie verkürzten Gottesdienst in der Freudenstädter Taborkirche wurden der neue Dekan Anton Bock und sein Stellvertreter Armin Noppenberger in ihr Amt eingeführt.
Freudenstadt. Der bisher als kommissarische Dekan tätige Noppenberger wird das Dekanat Freudenstadt bald wieder verlassen, um eine Seelsorgeeinheit in Langenargen am Bodensee zu übernehmen. Bereits Ende Oktober hatten sowohl der neue Dekan Bock als auch sein Stellvertreter Noppenberger vor dem Bischof ihr Amtsversprechen abgelegt.
Von Freude und Dankbarkeit geprägt
"Die Amtseinführung", so Weihbischof Gerhard Schneider, "ist eine Feier in einer besonderen Zeit, an der weniger Menschen teilnehmen können und die dennoch eine eindrückliche Feierlichkeit der Freude und der Dankbarkeit ist." Er sprach sowohl über Mut, als auch Talente und Gnadengaben, die der Dekan und sein Stellvertreter in ihr verantwortungsvolles Amt einbringen sollten. Die Bereitschaft, Verantwortung im Dekanat zu übernehmen, würdigte Geschäftsführer Achim Wicker in seinen Grußworten vor den mit Abstand platzierten Gästen in der Taborkirche, darunter Kirchenvertreter, Landtagsabgeordneter Timm Kern, Landrat Klaus Michael Rückert und Bürgermeister aus dem Landkreis. Dem neuen Dekan Anton Bock stehe bei seinen vielfältigen neuen Aufgaben ein gutes Pastoralteam zur Seite, so Wicker.
Der 53-jährige Anton Bock war zuvor 22 Jahre mit der Seelsorgeeinheit Talgang Albstadt betraut. Der ebenfalls 53-jährige Armin Noppenberger war drei Jahre als kommissarischer Dekan in Freudenstadt tätig. Nunmehr übernimmt er die Seelsorgeeinheit Langenargen am Bodensee, die schon lange auf eine Wiederbesetzung gewartet hat. Allerdings soll er wegen der Corona-Pandemie erst im kommenden Sommer dorthin wechseln. Die Investitur ist für den 21. Juni geplant.
Landrat Klaus Michael Rückert dankte Noppenberger für seine großen Leistungen als kommissarischer Dekan und bot dem neuen Seelsorger, Dekan Anton Bock, stets ein offenes Ohr und eine offene Tür für eine gute Zusammenarbeit an. Es sei ihm bewusst, so Rückert, dass gerade in der jetzigen Zeit ein Zusammenrücken gut tue und sehr wichtig sei. Ihn besorge die momentane seelische Armut, weil die Gemeinschaft fehle und der Abstand schmerze. Er erhoffe sich, dass Dekan Bock mit seinen Talenten das Feuer in den Menschen entfachen könne, so der Landrat, der Bock und seinem Stellvertreter Buchpräsente überreichte.
Ökumenisches Miteinander
Für Timo Stahl, stellvertretender Dekan und Notfallseelsorger, als Vertreter des evangelischen Dekanats Freudenstadt war es das erste Mal, dass er Grußworte bei einer Amtseinführung eines Dekans sprach. Er überbrachte gleichzeitig die Glück- und Segenswünsche von Dekan Werner Trick. Stahl sprach sich für ein ökumenisches Miteinander aus, das momentan wichtiger sei denn je und ein Zeichen des gemeinsamen Glaubens setze. Der neu ins Amt eingeführte Dekan Bock dankte abschließend für die lieben und wertschätzenden Worte.
Er betonte, dass er die gewachsene und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Landkreis fortführen werde. Für ihn ist Zusammenhalt nicht nur während der Coronakrise wichtig. "Wir sitzen alle in einem Boot", sagte er. "Vieles ist hier bereits gewachsen wie die großen ökumenischen Gottesdienste, aber auch die Notfallseelsorge und Weiteres."
Auch freue er sich auf den lebendigen Austausch mit den Gremien im Dekanat und auf die verbleibende Zeit mit seinem Stellvertreter Armin Noppenberger, der "vom schönsten Dekanat in die schönste Pfarrei wechselt". Ihm sei bewusst, so Bock, dass die Erwartungen an die Kirche groß seien und der Dekan daran gemessen werde. Er besitze den Mut, auch in dieser herausfordernden Zeit in der Kirche mitzuarbeiten.