Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Freudenstadt Mit der Technik der Verfremdung

Von
Albrecht Behmel mit seiner Frau Afraa Zammam, den beiden Söhnen und Donnalynn Patakos vor dem neuen Werk mit dem Titel "Alte Freunde". Foto: Frey Foto: Schwarzwälder Bote

Einen prominenten Gast aus der Kunstszene hatte der Freudenstädter Maler Albrecht Behmel. Kunsthändlerin Donnalynn Patakos aus den USA war gekommen, um sein neuestes Werk "Alte Freunde" zu besichtigen.

Freudenstadt. Albrecht Behmel hat in Freudenstadt bereits im vergangenen Jahr für Aufsehen gesorgt. Sein ungewöhnliches Portrait der Stadt mit der Abbildung von Menschen aus Freudenstadt und Umgebung fand bei der Präsentation im Kurhaus viel Beachtung. Donnalynn Patakos ist eine internationale Kunsthändlerin und Herausgeberin des Art- und Lifestylemagazins "Portray". Bekannt ist sie auch als Kuratorin großer Ausstellungen.

Als private Kunsthändlerin ist Patakos Teil eines internationalen Netzwerks von Kunstsammlern aus aller Welt. Sie hat bereits etliche Ausstellungen Albrecht Behmels weltweit kuratiert und wird nun auch die Ausstellung seines neuen Bilderzyklus’ verantworten. Auftakt der Serie ist das Werk "Alte Freunde". Dabei hat Albrecht Behmel wieder mit der Technik der Verfremdung gearbeitet. Berühmte Köpfe wie "Das Mädchen mit dem Perlenohrring" von Vermeer oder "Die Madonna mit dem Kind" von Boticelli sind auch in diesem Bild im Stil der Pop Art in einer Art Mosaik angeordnet. Dem Betrachter erschließen sich die Bilder Behmels nicht auf den ersten Blick. Zeit und Muße sind ebenso erforderlich wie das "Eintauchen" in diese Bildersprache.

Vier weitere Werke in dieser Art hat der Künstler geplant. Im "Baum des Lebens" versucht Behmel, die wissenschaftlichen Metaphern der Nobelpreisträgerin Frances H. Arnold zu visualisieren. Arnold ist Biochemikerin und Pionierin auf dem Gebiet der "Gerichteten Evolution" und befasst sich zudem mit der Evolutionsgeschichte. Im Bild "Die große Debatte" werden die Ideen verschiedener Wissenschaftler wie zum Beispiel Johannes Kepler in der Auseinandersetzung mit anderen Wissenschaftlern bildlich dargestellt. Das dritte Werk in diesem Zyklus heißt "Relativitätstheorie". Ihm liegt ein Interview Behmels mit dem Nobelpreisträger für Physik, Steven Weinberg, zugrunde. Der Künstler will die wissenschaftlichen Theorien Weinbergs in seine Bildersprache übersetzen.

Erste Präsentation in Südfrankreich

Das letzte Bild dieser Reihe trägt den ungewöhnlichen Titel "Shut Up Monkey Brain" und beschäftigt sich mit den Themen Konzentration und Ablenkung. Unter "Monkey Brain" verstehen Wissenschaftler den Teil des Gehirns, der die innere Stimme eines Menschen darstellt. Auch hier sollen verschiedene wissenschaftliche Theorien, zum Beispiel von Marie Curie oder Hedy Lamarr, bildlich umgesetzt werden. Die erste Ausstellung dieses Bilderzyklus ist im Sommer in Südfrankreich geplant. Zum Jahresende soll das Werk in Los Angeles gezeigt werden.

Albrecht Behmel ist ein in seiner Region verwurzelter Künstler. Seit 2012 lebt er mit seiner Frau Afraa und zwei Söhnen in Freudenstadt in einem Haus, das seiner Familie bereits seit vier Generationen gehört. Er findet in der Ruhe auf dem Land für ihn optimale Bedingungen für seine kreative Arbeit und betont im Gespräch mit unserer Zeitung, wie wichtig es ihm ist, seine Frau Afraa immer an seiner Seite zu haben. Als seine Managerin hält sie alle Fäden in der Hand und organisiert auch das Familienleben mit der Unterstützung ihrer ebenfalls im Haus lebenden Mutter.

Paradigmenwechsel auf dem Kunstmarkt

Gerne würde der Künstler seine Werke nicht nur in der großen weiten Welt präsentieren, sondern auch in seinem Heimatort. Dafür sucht Behmel eine entsprechend große Ausstellungsfläche und ist derzeit in Verhandlungen mit der Firma Gebrüder Schmid. In einem kleinen Exkurs zu den Entwicklungen auf dem internationalen Kunstmarkt betonten Behmel und Patakos übereinstimmend, dass auch in diesem Bereich das Internet zu einem Paradigmenwechsel geführt hat. Immer öfter fänden Auktionen gleichzeitig online statt. Der online erzielte Umsatz im Kunstmarkt habe inzwischen ein Volumen von 17 Milliarden Euro überschritten. Albrecht Behmel erwartet in den nächsten Tagen auch den Besuch des europäischen Präsidenten des Auktionshauses Christies, Dirk Boll. Mit ihm und Tilman Kriesel, dem Enkel des Begründers des Sprengel-Museums in Hannover, Bernhard Sprengel, planen er und Donnalynn Pataokos eine Ausstellung im Berliner Stilwerk.

Ihre Redaktion vor Ort Freudenstadt

Flirts & Singles

 
 

Angebot der Woche

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.