Freuen sich auf den Start der Kindertagesstätte der Lebenshilfe: Geschäftsführerin Nicole Winter (hinten), die Vorstände Theodor Deeg (hinten, links sitzend), Peter Dombrowsky (Zweiter von links) und Gudrun Dölker (links), zusammen Bürgermeister Gerhard Link (vorne links sitzend) und Petra Weinbrecht (rechts daneben). Foto: Haubold Foto: Schwarzwälder-Bote

Integrative Kindertagesstätte der Lebenshilfe öffnet am 21. Oktober

Von Petra Haubold Freudenstadt. Der Anfang für den ersten integrativen Kindergarten "mini-Nest" in Freudenstadt ist gemacht: Im Dachgeschoss des Lebenshilfezentrums gibt es viel Platz zum Spielen für bald 15 Kinder. Gestern eroberten einige von ihnen die Räume in der Hirschkopfstraße. Erster KiTa-Tag ist am 21. Oktober.

 

"Die Kinderbetreuung ist eine der Hauptaufgaben unserer Gesellschaft", sagte Bürgermeister Gerhard Link bei einem Elternfrühstück im Dachgeschoss des Lebenshilfezentrums Mittendrin. Das Konzept im Haus der Lebenshilfe, das mitten in der Stadt alle Altersgruppen zusammenbringe, sei überzeugend. Hier würden nun erstmals Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam betreut.

Die Bauarbeiten in den hellen, modern eingerichteten Räumen im dritten Stock sind gerade erst beendet worden, sodass die kleine Einweihungsfeier an den farbenfroh gestalteten Tischen stattfinden konnte. "Punktgenau zur Eröffnung" sei man mit den Einrichtungs- und Reinigungsarbeiten fertig geworden, nun freue er sich, dass es mit sieben Kindern schon so viele Anmeldungen gebe und der Betrieb am Montag starten könne, meinte der Vorsitzende des Vereins der Lebenshilfe, Theodor Deeg. Er begrüßte neben den Eltern auch Geschäftsführerin Nicole Winter, den Bürgermeister und Petra Weinbrecht, Leiterin des Amts für Bildung, Familie und Sport, sowie einige Vorstandsmitglieder. Mit den drei neuen Pädagoginnen Vanessa Lainer, Stefanie Gauß und Anika Pfaff sei man zu einem guten Team zusammengewachsen, so Deeg. Die Resonanz bei den Eltern sei nach anfänglicher Skepsis nun durchweg positiv, würden die Kinder hier doch zusammen in kleinen Gruppen betreut, sagte Vizevorsitzende Gudrun Dölker.

In bunten Farben erstrahlen der lichtdurchflutete Gruppenraum mit Spiel- und Rutschecke sowie der zeitgemäß gestaltete Schlafraum. Auch die sanitären Anlagen befinden sich auf dem Stockwerk. Weitere Spielmöglichkeiten bieten der Sandkasten und die Wippe im Garten hinter dem Haus. Eine kleine Küche befindet sich auf dem Stockwerk. Warmes Mittagessen liefert die Schwarzwaldwerkstatt in Dornstetten täglich.

Rechtzeitig fertig geworden ist auch der zweite Fluchtweg mit einem großen Rettungsturm. Das sei ein großer Aufwand gewesen, schon allein aus finanzieller Sicht, so Deeg. Denn innerhalb von drei Jahren wurden für das Haus rund 1,4 Millionen Euro verbaut. Die neue Kita "mini-Nest" bietet Platz für 15 Kinder im Alter von einem halben Jahr bis sechs Jahren. "Da hoffen wir auf weitere Anmeldungen bis März nächsten Jahres", so Link, der seitens der Stadt als Kooperationspartner den Werdegang des Hauses von Anfang an begleitet hatte.