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Freudenstadt Mehr Licht für Biotope auf Kienberg

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Anja Bechtolt vom LEV und Meinrad Schweikart vom Ausbildungsbetrieb Stadtwald (von rechts) mit den Auszubildenden, die derzeit mit der Gehölzpflege auf dem Kienberg beschäftigt sind. Fotos: Breitenreuter Foto: Breitenreuter

Freudenstadt - Motorsägen brüllen und jede Menge Bäume und Hecken liegen am Rand des Kienbergs flach. Dort wird aber nicht etwa die Natur zerstört, sondern es handelt sich um Eingriffe, die dem Schutz der Natur dienen.

Es ist eine Gemeinschaftsaktion des Amts für Stadtentwicklung, Abteilung Liegenschaften, des Ausbildungsbetriebs des Stadtwalds, des Landschaftserhaltungsverbands des Landkreises und des Landwirts, der die Grünflächen auf dem Freudenstädter Hausberg bewirtschaftet. Der Kienberg ist ein Landschaftsschutzgebiet, das landwirtschaftlich genutzt wird. In diesem Naherholungsgebiet sind auch Eingriffe notwendig, um die Bewirtschaftung zu sichern und das typische Bild mit den Bäumen und Hecken zu erhalten.

Derzeit werden zahlreiche kleinere Bäume und Hecken beseitigt. Meinrad Schweikart, Leiter des Ausbildungsbetriebs des Stadtwalds, erklärt, warum: "Die Heckenriegel wachsen zu, wenn man nichts macht." Das sieht man deutlich an dem Teil der Fläche, wo die Auszubildenden des Stadtwalds noch nicht mit ihren Sägen gearbeitet haben. Auch die Steinriegel auf dem Kienberg, die wertvolle Biotope für Amphibien und Reptilien sind, verschwinden langsam hinter Dickicht. Seltene Bäume wie Weiß- und Schwarzdorn oder die Eibe können in dem dichten Bestand nicht wachsen – es droht die Vermosung der Flächen. Aus diesem Grund wird jetzt kräftig gelichtet – fachlich betreut von Anja Bechtolt vom Landschaftserhaltungsverband des Landkreises (LEV). So werden beispielsweise ganz bewusst Lücken in den Bestand gesägt, um wieder mehr Sonne an die Biotope zu lassen. Das sei wichtig, damit das Mikroklima stimmt, erläutert Anja Bechtolt.

Angeregt wurde die Maßnahme, die voraussichtlich noch diese Woche andauert, von Landwirt Christoph Nübel aus Dietersweiler. Er bewirtschaftet etwa zwölf Hektar Grünfläche und hatte Kontakt mit dem LEV aufgenommen und auf den Zustand am Rand des Kienbergs hingewiesen. "Die Wiesen sind immer weiter zugewachsen", sagt er, was die Bewirtschaftung wesentlich erschwert habe.

Gute Übung für die spätere Prüfung

In dieser Woche ist das Wetter ideal für die Pflegemaßnahmen, die im übrigen nur bis Ende Februar vorgenommen werden dürfen. Durch die niedrigen Temperaturen gibt es bei den Holzrückearbeiten weniger Schäden auf dem Boden. Drei der fünf Auszubildenden zum Forstwirt des Stadtwalds arbeiten derzeit auf dem Kienberg. Für sie sei die Biotopflege eine gute Übung für ihre spätere Prüfung, sagt Schweikart. Das Holz, das aus dem Bestand herausgenommen wird, dient als Brennholz für Selbstwerber oder wird zu Hackschnitzeln verarbeitet.

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