Verstöße von Brummi-Fahrern gegen die vorgeschriebenen Ruhezeiten sind eine Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer. Foto: Berg

30 Stunden ohne Pause und Schlaf am Steuer: Verkehrsüberwachungsgruppe zeigt extreme Verstöße gegen Ruhezeiten an.

 

Freudenstadt/Loßburg - Sie sind eine Gefahr – Lastwagenfahrer, die ohne Pause zig Stunden am Steuer abreißen. Die Verkehrsüberwachungsgruppe der Polizei Freudenstadt stellte gestern Nachmittag im Rahmen einer Schwerlastverkehrskontrolle auf der Bundesstraße 294, zwischen Loßburg und Freudenstadt, zum Teil erhebliche Verstöße gegen die Sozialvorschriften im Straßenverkehr fest.

Bei der Auswertung eines digitalen Kontrollgeräts eines angehaltenen Lastzugs fanden die Beamten heraus, dass ein Fahrer innerhalb von fünf folgenden Tagen extrem gegen die Einhaltung der Ruhezeiten verstoßen hatte. So betrug seine Gesamtlenkzeit am 20. und 21. Januar über 21 Stunden, seine höchste zusammenhängende tägliche Ruhezeit jedoch lediglich etwas mehr als drei Stunden.

Weiterhin unterbrach der Lkaterfahrer seine Fahrt zwischen dem 22. und 24. Januar erst nach einer Gesamtlenkzeit von insgesamt fast 30 Stunden. Die größte Pause betrug lediglich etwas mehr als vier Stunden. Der betroffene Fahrer wird angezeigt und muss mit einer empfindlichen Geldbuße rechnen, heißt es von Seiten der Polizei. 

Info: Sozialvorschriften im Straßenverkehr

Die unter den "Sozialvorschriften im Straßenverkehr" zusammengefassten Bestimmungen dienen der Regulierung der Lenkzeiten, Fahrtunterbrechungen und Ruhezeiten für Kraftfahrer im Straßengüter- und -personen -verkehr. Ziel ist es, die Bedingungen für den Wettbewerb zwischen den Verkehrsträgern anzugleichen und die Arbeitsbedingungen sowie die Straßenverkehrssicherheit zu verbessern (VO EG 561/2006).