Der Täter, der im Januar die Kreissparkasse in der Nordstadt überfallen hat, muss sich vor Gericht verantworten. (Symbolbild) Foto: dpa

Erste Große Strafkammer verhandelt in Rottweil. Anklage wegen erpresserischem Menschenraub und räuberischer Erpressung.

Freudenstadt/Rottweil - Vor der Ersten Großen Strafkammer des Landgerichts Rottweil muss sich ab Donnerstag, 12. September, ein 34-jähriger Mann wegen des Verdachts des erpresserischen Menschenraubs in Tateinheit mit besonders schwerer räuberischer Erpressung verantworten.

Dem Angeklagten wird vorgeworfen, erheblich alkoholisiert und unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln am 14. Januar mit einem Küchenmesser bewaffnet die Filiale der Kreissparkasse Freudenstadt in der Nordstadt überfallen zu haben. Im Schaltervorraum soll der Angeklagte eine Bankkundin gezwungen haben, mit ihm in den Schalterraum zu gehen. Dort soll der Mann während er die Bankkundin führte das Messer stets sichtbar in der rechten Hand gehalten haben.

Am Schalter soll der Angeklagte seiner Forderung nach allem Geld dadurch Nachdruck verliehen haben, dass er das Messer gegen den Oberkörper der Bankkundin hielt. Der Angeklagte soll 24 280 Euro erbeutet haben. Die Staatsanwaltschaft hat Anklage erhoben. Diese wurde von der Kammer zur Hauptverhandlung zugelassen und das Hauptverfahren eröffnet. Der Angeklagte befindet sich derzeit in Untersuchungshaft. Die Kammer hat neben dem 12. September außerdem – jeweils ganztags, beginnend um 9 Uhr – weitere Verhandlungstermine am 17. und 19. September bestimmt.