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Freudenstadt Kran-Unfall: Suche nach Ursache dauert an

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"Die Bergung war nicht ohne": 20 Tonnen wiegt der Kran, der in der Straßburger Straße umgekippt ist. Die Ausgleichsgewichte aus Beton bringen weitere 36 Tonnen auf die Waage. Glücklicherweise waren zum Unfallzeitpunkt weder Autos noch Fußgänger unterwegs. Foto: Schwark

Freudenstadt - Nach dem Kran-Unfall vor genau einer Woche auf der Großbaustelle Rappenpark in Freudenstadt gehen die Arbeiten planmäßig weiter. Die Ursache ist nach wie vor unklar.

Auch zum Schaden können derzeit weder die Behörden noch der Eigentümer der Baumaschine etwas sagen. Nur so viel: "Das war großes Glück im Unglück", so Polizei-Pressesprecher Harri Frank. Thomas Frey vom Service Baukräne der Firma Dingler Baumaschinen formuliert es so: "Da können wir dem Herrgott danken, dass niemandem was passiert ist. Alles andere ist unbedeutend und lässt sich regeln."

Wie berichtet, kippte ein Baukran am Samstagmorgen gegen 7.30 Uhr bei Arbeiten um. Der Turm schlug parallel zur Straßburger Straße und dem Gehweg auf, der Ausleger krachte in die Baustelle. Glücklicherweise waren weder Autos noch Fußgänger auf der Hauptverkehrsstraße unterwegs. Auch die Bauarbeiter kamen mit dem Schrecken davon. Die Häuserzeilen um die Baustelle blieben ebenfalls unversehrt. Er fiel so präzise und optimal, wie es nur hätte laufen können. Möglicherweise führte eine Sturmböe zum Unfall. Arbeiter waren zum Unglückszeitpunkt gerade dabei, eine Mauermaschine in den Rohbau zu hieven.

Thomas Frey leitete die Bergung des Kranwracks. Wie hoch der Schaden ist, könne er im Augenblick nicht sagen. Das werde derzeit noch beziffert. Der Neupreis der Maschine dieses Typs liege bei rund 250 000 Euro. Der umgestürzte Kran sei praktisch Schrott. Möglicherweise ließen sich einzelne Komponenten noch als Ersatzteile verwenden, nicht jedoch die Teile der tragenden Konstruktion. "Das ist jetzt Alteisen, wie man so schön sagt", so Frey.

Er ist froh, dass auch Bergung und Abtransport reibungslos funktioniert haben. "Das ist nicht ohne. Da muss man wissen, was man tut", so Frey. Der Kranturm bei diesem Typ sei 30 Meter hoch, der Ausleger messe 47 Meter. 20 Tonnen bringe alleine die Maschine auf die Waage. Dazu kämen 36 Tonnen Ballast, die in Betonplatten als Ausgleichsgewichte unten am Turm angebracht sind, und die Maschine, die am Haken hing. Ein Kranwagen war im Einsatz, um die schweren Trümmerteile zu verladen. Bergung und Aufräumarbeiten hätten bis gegen 17 Uhr gedauert.

Experten seien aktuell dabei, die Ursachen zu klären. Viele Fragen müssten dazu beantwortet werden. Frey sagt, der Kran sei "technisch einwandfrei" gewesen. Er sei umgekippt, nicht etwa gebrochen. Eine solche Maschine sicher bedienen zu können, setze Fachwissen voraus. Entsprechend geschult seien die Fahrer. Frey sagt, er sei "seit 26 Jahren im Job". Es habe in dieser Zeit vier Zwischenfälle gegeben, aber noch keinen wie diesen. "Unfallzahlen mit Kränen liegen statistisch im Null-Komma-Bereich", so Frey.

Indessen wurde für den Rappenpark bereits eine Ersatzmaschine geliefert. "Auf einer Baustelle dieser Größenordnung muss der Betrieb weiterlaufen", sagt Frey. Vier Kräne der Firma Dingler sind dort im Einsatz.

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