Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Freudenstadt Kommt der Wochenmarkt am Samstag doch?

Von
Der Wochenmarkt in Freudenstadt findet bisher dienstags und freitags statt. Daran soll nicht gerüttelt werden. Foto: Archiv

Freudenstadt - Wird es doch noch was mit einem Wochenmarkt in Freudenstadt am Samstag? Das kommunalpolitische Dauerbrenner-Thema ist noch nicht vom Tisch. Die Stadt soll jetzt ein Konzept entwickeln. An dem Wochenmarkt am Freitag wird jedoch nicht gerüttelt.

Im Gemeinderat Freudenstadt gab es etliche Anläufe, den Wochenmarkt auf den Samstag zu verlegen, oder einen zusätzlichen Markt einzurichten. In der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Infrastruktur und Umwelt (AIU) wurde entsprechend einem Antrag der CDU-Fraktion zum Haushalt 2018 über den Stand der Untersuchungen bezüglich eines Wochenmarkts am Samstag berichtet, mit denen der Verein Freudenstadt-Marketing beauftragt war.

Bürgermeisterin Stephanie Hentschel wies darauf hin, dass der Freitagsmarkt gesetzlich in der Marktsatzung der Stadt verankert sei und somit nicht zur Diskussion stehe. Christoph Gerber, Leiter des Baurechts- und Ordnungsamts, verwies auf einen Zwischenbericht des Vereins Freudenstadt-Marketing, in dem es hieß, dass die Vorstände des HGV und des Vereins Freudenstadt-Marketing einen zusätzlichen Samstagsmarkt als nicht sinnvoll erachten. Aus Sicht der Verwaltung ergebe sich somit kein Ansatz für einen Samstagsmarkt. Samstags könnte er ohnehin nicht auf dem Marktplatz sein, weil dort viele Veranstaltungen stattfinden, die bereits samstags vorbereitet werden müssen.

Ganz andere Klientel an Samstagen

Die Mitglieder des AIU wollten sich mit dieser Aussage nicht zufriedengeben. Stadtrat Rolf Megnin (CDU) sah ein großes Potenzial in einem kleinen Samstagsmarkt zur Ergänzung der bisherigen Markttage und nannte als Beispiel den Markt in Nagold. Das Klientel sei an Samstagen ein ganz anderes. Er dachte dabei an Familien mit Kindern, die beim Markt dann auch was essen können.

Auch Bürgermeisterin Stephanie Hentschel gab zu, dass so etwas schön wäre. Doch es habe kein Händler Interesse gezeigt. Die bisherigen Schritte hätten nichts erbracht. Auch Rudolf Müller, Leiter des Amts für Stadtentwicklung, berichtete aus Gespräche mit der Citymanagerin Deniz Özkul, dass der Einzelhandel einen Samstagsmarkt bisher abgelehnt habe. Der Verein Freudenstadt-Marketing wolle einen Samstagsmarkt nicht verantwortlich organisieren. Man müsste einen anderen Betreiber finden. Von einer Umfrage bei Einzelhändlern wusste Stadtrat Axel Reich (CDU) nichts. Er sagte vielmehr, dass der Freitag wegen des Wochenmarkts einer der Tage mit der höchsten Kundenfrequenz sei. Reich zeigte sich bereit, nach Marktleuten zu suchen und einmal einen Samstagsmarkt zu organisieren. Dafür konnte er sich den Parkplatz beim Schickhardtbau vorstellen.

Platz bei Stadtkirche als Standort?

"Wenn es die CDU nicht macht, machen wir es", entgegnete Stadträtin Elisabeth Gebele von der Bürgeraktion (BA). Wichtig sei jetzt eine politische Entscheidung, "dass wir einen Samstagsmarkt wollen".

Ulrich Schanbacher (CDU) befand den Platz bei der Stadtkirche für ideal. Er hob hervor, dass er mit Thomas Aurich, dem Vorsitzenden des Vereins Freudenstadt-Marketing gesprochen habe und die Auskunft erhalten habe, dass ein Samstagsmarkt im Verein bisher noch gar kein Thema gewesen sei. Am 26. November solle es auf die Tagesordnung kommen. Der Markt werde Leben in die Stadt bringen, meinte Stadtrat Klaus Fellermann (BA).

Bürgermeisterin Stephanie Hentschel warf zum wiederholten Mal in die Diskussion ein, dass es keine Beschicker für einen weiteren Markt gebe. Da hatte Rudolf Müller die Idee, dass es vielleicht mit Direktvermarktern funktionieren könnte. Nach so vielen Argumenten für den Markt, ließ sich auch die Bürgermeisterin überzeugen und kündigte Unterstützung an, wenn sich Axel Reich um das Thema kümmert. Rudolf Müller meinte, dass sich die Wirtschaftsförderung der Stadt darum kümmern könnte und schlug vor, das Projekt voranzutreiben und im Frühjahr wieder zu berichten. Das konnte sich auch Christoph Gerber vorstellen und versprach, an dem Thema dranzubleiben. "Nicht, dass der Eindruck entsteht, wir wollten keinen Samstagsmarkt", ergänzte er. Nachdem Stadtrat Friedrich Volpp (Freie Wähler/FDP) den historischen Hintergrund erläuterte hatte, dass Märkte früher immer bei den Kirchen waren, wurde einstimmig der Beschluss gefasst, dass die Stadt ein Marktkonzept für den Samstag entwickeln soll.

Nicht weiterverfolgt wird ein weiterer Vorschlag der CDU vom vergangenen Jahr, an sinnvollen Punkten auf dem Marktplatz Poller mit Strom- und Wasseranschluss zur Versorgung von Marktständen aufzustellen. Damit würde die multifunktionale Nutzung des Platzes eingeschränkt. Die Stromversorgung sei über Verteilerkästen und Bodenanschlüsse gesichert, erläuterte Christoph Gerber.

Artikel bewerten
7
loading

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.