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Freudenstadt Kleine Malstunde an Pferdebeinen

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Die stolzen jungen Reiter beim Sommerferienprogramm mit Joana Wegner (links) und Vicki Glaser (rechts) sowie Pony Rafti und Reitpferd Kasper. Fotos: Sannert Foto: Schwarzwälder Bote

Obwohl die Warteliste für die Ponyschule und Reitstunden für Anfänger lang ist, und die Mitglieder alle Hände voll zu tun haben, beteiligt sich der Schwarzwälder Reiterverein jedes Jahr am Freudenstädter Sommerferienprogramm.

Freudenstadt. 24 Pferde stehen derzeit in den Boxen der Reitanlage. Gepflegt und betreut wird sie ausschließlich von den 110 Mitgliedern des Vereins. Auch die Ponyschule für Kinder von sechs bis zehn Jahren und der Reitunterricht für Anfänger werden ausschließlich von Ehrenamtlichen gestemmt.

Keine leichte Aufgabe, wie die Vorsitzende des Reitervereins, Manuela Meier, betont. Denn so kommen zur Pflege der Anlage, zu der auch ein Reitplatz im Freien und Koppeln gehören, noch Longe-Stunden und Unterricht im Freireiten hinzu – alles als Einzelunterricht.

Vor allem für die Ponyschule ist die Warteliste lang. "Wir überlegen, einen zweiten Termin anzubieten", erklärt die Vorsitzende, der es wichtig ist, Kindern schon früh den richtigen Umgang mit Pferden und damit die Achtung vor Lebewesen im Allgemeinen zu vermitteln sowie Verantwortung für das Tier, für sich und andere zu übernehmen. Sie weiß: "Der Umgang mit Tieren beeinflusst Kinder enorm", deshalb beteiligt sich der Reiterverein jedes Jahr auch am Sommerferienprogramm – in diesem Jahr gleich mit fünf Terminen.

Bei einem davon wurden zwölf Kinder und Jugendliche zwischen neun und 14 Jahren von Jana Koblitz, Vicki Glaser, Joana Wegner und Anne Baldenhofer auf der Reitanlage begrüßt. Die Reiterinnen führten ihre Gäste zunächst durch den Stall und gaben ihnen auch gleich die ersten Regeln mit auf den Weg: Nicht hinter einem Pferd vorbeigehen, nicht schreien und nicht rennen. Nach einer kurzen Kennenlern-Runde wurden Sattel und Trense geputzt und Gurte eingefettet, um die Kinder und Jugendlichen mit den Reitutensilien vertraut zu machen. Die erste Berührung mit den Pferden hatten die Kinder bei einer kleinen Malstunde, bei der sie die Beine der Reittiere mit Fingerfarben verzieren durften. Danach gab es für die Reitpferde Kasper und Püppi sowie für das Islandpony Rafti ein Mittagsmenü aus Heu und Kraftfutter. Noch schnell die Stallgasse sauber gemacht, dann durften sich auch die Ferienkinder bei einer Mittagspause stärken. Nebenbei gab es Bilder von Pferden zum Ausmalen. Dabei lernten die Kinder, einen Rappen von einem Schimmel und einen Fuchs von einem Schecken zu unterscheiden.

Am Ende gibt es Streicheleinheiten

Dann wurde es ernst. Nach Satteln und Trensen hieß es vor der Reithalle: "Tür frei!" Aufgeteilt in drei Gruppen lernten die Kinder mit Rafti richtig zu führen, und wie man ihn dazu bringt, im Slalom um Hütchen und durch ein Stangen-Labyrinth hindurch zu gehen. Die anderen Kinder durften währenddessen auf Püppi und Kasper reiten – anfangs nur im Schritt, mit leichten gymnastischen Übungen auf dem Pferd zum Kennenlernen und um die richtige Balance zu finden.

Wer schon Reiterfahrung mitbrachte, der durfte auch traben oder gar im Galopp ein paar Runden auf dem Pferderücken drehen. Dann wurde gewechselt, sodass alle einmal führen und zweimal reiten konnten. Von jedem Kind bekamen die Pferde am Ende noch ein paar Streicheleinheiten als Dankeschön. Dann hieß es auch schon Hufe auskratzen, absatteln und die Pferde zurück in die Boxen bringen.

Davor wurden die Pferde allerdings noch von den vier ehrenamtlichen Helferinnen abgespritzt, um den restlichen Dreck und die Fingerfarbe los zu werden.

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