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Freudenstadt Klares Bekenntnis zu Klinik-Neubau

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Der Waldweg, der bei der Reithalle in der Nordstadt in den Wald führt, soll in Richtung Gewerbegebiet Sulzhau zu einer neuen Verbindungsstraße zur Karl-von-Hahn-Straße ausgebaut werden. Damit soll eine neue Anbindung des Krankenhauses an die Bundesstraße 294 geschaffen werden. Foto: Breitenreuter

Freudenstadt - Der Gemeinderat Freudenstadt steht zum Teilneubau des Krankenhauses Freudenstadt und segnete das städtebauliche Konzept einstimmig ab. Dazu gehört auch eine neue Anbindung des Krankenhauses über die Bundesstraße 294 durch das Gewerbegebiet Sulzhau.

Inhalt des Beschlusses über das städtebauliche Konzept sind auch geforderte Planänderungen der Stadt, die jedoch vom Generalplaner des Krankenhauses nach einem Gespräch bereits berücksichtigt wurden. So sollen die Baukörper des neuen Krankenhausbaus, der zwischen dem bestehenden Gebäude und dem Wohngebiet Kohlstätter Hardt entsteht, in Richtung Wohnbebauung abgestuft werden. Dies war ein Wunsch der Stadt Freudenstadt.

Tiefgarage nur für Mitarbeiter

Zum Schutz des Wohngebiets hatte die Stadtverwaltung auch gefordert, die Zufahrt zu einer Tiefgarage, die unter der Psychiatrie im südlichen Teil des Krankenhauses geplant ist, aus Lärmschutzgründen nicht parallel zur Erschließungsstraße Am Kohlstätter Hardt zu bauen. Ein weiterer Kritikpunkt der Stadt an den Krankenhausplänen war der geplante Wirtschaftshof, der zur Karl-von-Hahn-Straße und zur Straße Am Kohlstätter Hardt offen sein sollte. Für den Neubau des Krankenhauses muss noch der Bebauungsplan "Jaspishütte" geändert werden.

Nach einem "konstruktiven Gespräch" mit dem Generalplaner seien die Belange der Stadt Freudenstadt bereits in die Klinikpläne eingearbeitet worden, erläuterte Rudolf Müller, Leiter des Amts für Stadtenwicklung. So erfolge die Anbindung der Tiefgarage unter der Psychiatrie nicht entlang der Wohnstraße. Ferner werde das bestehende Parkhaus beim Krankenhaus um zwei Stockwerke aufgestockt, so dass die neue Tiefgrage nur von Mitarbeitern genutzt werde. Der Wirtschaftshof des Krankenhauses sei um die Hälfte reduziert worden. Wichtig für das gesamte Projekt sei eine neue Anbindung des Gebiets über die Bundesstraße 294 und das Gewerbegbiet Sulzhau, die bereits in der Bauzeit für den Verkehr genutzt werden solle.

Oberbürgermeister Julian Osswald ergänzte, dass man in der Kommission des Landkreises darauf geachtet habe, die Baumassen gegenüber des Wohngebiets Kohlstätter Hardt so verträglich wie möglich zu gestalten. In der Diskussion im Gemeinderat ging es hauptsächlich um die neue Anbindung des Krankenhauses. Stadträtin Bärbel Altendorf-Jehle (Bürgeraktion) fragte, ob die neue Straße zwischen Gewerbegebiet und Karl-von-Hahn-Straße so gebaut werden könne, dass der Erholungswert des Geländes erhalten bleibt und schlug vor, die Breite auf ein Mindestmaß zu beschränken oder die Straße nur für Rettungsfahrzeuge freizugeben.

Die neue Straße solle auch eine Art Nordumfahrung der Stadt in Richtung Wildbader Straße werden, erläuterte OB Osswald. Man benötige eine vollwertige Anbindung. Einen Tod müsse man eben sterben. Man könne nicht den gesamten Verkehr durch die Innenstadt und über die Karl-von-Hahn-Straße leiten. Die neue Anbindung sei auch für eine schnellere Anbindung des östlichen Landkreises von Bedeutung. Eine Erschließung nur duch die Stadt sei nicht mehr zeitgemäß.

Auch ein Radweg soll gebaut werden

Stadträtin Regine Haug (SPD) war es nicht ganz klar, warum jetzt noch eine Straße durch ein Waldstück geführt werden muss. Julian Osswald wies darauf hin, dass dieser Aspekt in einer Stadt wie Freudenstadt mit 73 Prozent Waldanteil auf der Gemarkung eine eher untergeordnete Rolle spiele als beispielsweise in Stuttgart.

Auf den Hinweis von Rudolf Müller, dass zusätzlich zur ohnehin geplanten Straße zur Erschließung des zweiten Baubschnitts des Gewerbegebiets Sulzhau nur etwa 60 Meter Straße zusätzlich ausgebaut werden müssen, sagte Stadtrat Hermann John (Freie Wähler), diese 60 Meter Straßenbau seien ökologoisch sinnvoller, als den gesamten Verkehr durch die Stadt zu leiten.

Stadtrat Eberhard Haug (SPD) wies darauf hin, dass es einen Gemeinderatsbeschluss gibt, keinen Durchstich zwischen Gewerbegebiet und Karl-von-Hahn-Straße herzustellen. Dieser müsse aufgehoben werden. Haug war jedoch bereit, diesen Beschluss mitzutragen.

Stadträtin Elisabeth Gebele (Bürgeraktion) merkte an, dass auch ein Radweg an der neuen Straße notwendig sei. "Das ist absolut richtig", gab ihr OB Osswald recht.

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