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Freudenstadt Kindersendung ersetzt die Aquarium-Show

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Musiker des Vereins "Musik schenkt Lächeln" bei einem ihrer vergangenen Auftritte. Foto: Verein Foto: Schwarzwälder Bote

Kranke und hilfsbedürftige Kinder können nicht mehr besucht werden und eine Preisverleihung im Bundeskanzleramt wurde ebenfalls verschoben. Doch der Verein "Musik schenkt Lächeln" hat sich in Corona-Zeiten was einfallen lassen.

Freudenstadt. "Wir hatten die Idee, ein Aquarium aus Plexiglas zu bauen, in dem die Musiker dann auftreten", sagt Ralf Armbruster und lacht. Für gewöhnlich besuchen die ehrenamtlichen Vereinsmitglieder regelmäßig ambulante und stationäre Einrichtungen, wie beispielsweise Kinderkrankenhäuser oder -hospize, um mit drei- bis neunjährigen Kindern zusammen Musik zu machen und ihnen eine kleine Show zu bieten.

Zusätzlich sollte im April die "Tour des Lächelns West" stattfinden, die neben Baden-Württemberg die Musiker auch erstmals nach Rheinland-Pfalz und ins Saarland geführt hätte. Im November hätte dann eine Süd-Tour stattgefunden, die wie in den vergangenen Jahren in Baden-Württemberg und Bayern Halt machen sollte. In über 50 Einrichtungen wären die Musiker bei beiden Touren aufgetreten.

Da der Plan mit dem Musiker-Aquarium nicht realisierbar war, haben sich die Mitglieder etwas anderes einfallen lassen, nämlich die "Show des Lächelns". Dabei handelt es sich um eine eigenproduzierte Musik-Sendung für Kinder. In insgesamt fünf Folgen, die jeweils etwa eine halbe Stunde lang sind, erzählen die Moderatoren kurze Geschichten und führen die Kinder durchs Programm, bevor die Musiker in ihren Wohnzimmern ihre Show aufführen.

Verein plant eine neue CD

Dabei werden die sechs bis acht Kinderlieder nicht live gespielt, sondern kommen von den drei CDs, die der Verein bisher aufgenommen hat. Das ist auch der Grund, warum es vorerst keine weiteren Folgen mehr geben wird. "Wir haben keine Lieder mehr" sagt Armbruster. Aber dadurch entstand ein neuer Plan. "Wir fanden es schade, dass es schon vorbei ist. Deswegen haben wir Lust bekommen, eine weitere CD zu machen."

Die Videos wurden an etwa 120 Einrichtungen geschickt, wobei sich leider herausstellte, dass ungefähr die Hälfte momentan geschlossen hat, so Armbruster. Doch die Resonanz an sich sei großartig gewesen. "Die Einrichtungen, die sich zurückmeldeten, waren begeistert. Wir haben auch schöne Bilder erhalten, wie beispielsweise von Kindern, die vor dem Beamer sitzen und unsere Sendung anschauen." Insgesamt seien die Musiker mit dem Endergebnis zufrieden.

Die Absage der West-Tour im März war für den Verein der Tiefpunkt dieses Jahres, erzählt Armbruster. Etwas später kam dann aber eine Nachricht, die für große Freude sorgte: Der Verein erreichte im 16. "startsocial-Wettbewerb", einen Platz unter den Top 25. Der bundesweite Wettbewerb dient zur Förderung sozialer Projekte. "Wir empfinden das als Wertschätzung unserer Arbeit, und die Nachricht kam genau zum richtigen Zeitpunkt", erzählt Armbruster.

Bereits Ende vergangenen Jahres erhielt der Verein als eine von 100 wohltätigen Organisationen ein Beratungsstipendium. Von November 2019 bis März 2020 arbeitete der Verein mit zwei Coaches und entwickelte dabei neue Konzepte und Ideen. Daraus resultierte auch die Idee für die West-Tour, mit der sich der Verein in andere Bundesländer ausdehnen will, so Armbruster.

Als weiteres Konzept hat der Verein Mini-Touren ausgearbeitet. In Regionen wie Freudenstadt oder Stuttgart, wo eine hohe Nachfrage besteht, sollen beispielsweise über ein verlängertes Wochenende mehrere Konzerte kurz hintereinander stattfinden. Die Arbeit im Stipendium und das soziale Engagement überzeugte schließlich auch die Juroren des "startsocial-Wettbewerbs". Sie wählten den Verein als eine der 25 überzeugendsten Initiativen aus.

Die Preisverleihung sollte im Frühsommer im Bundeskanzleramt erfolgen, wurde wegen der Corona-Krise aber verschoben. Armbruster freut sich darauf, andere Projekte und deren Initiatoren bei der Preisverleihung kennenzulernen. "Man kann Kontakte knüpfen und so möglicherweise mit anderen Vereinen Projekte gemeinsam planen", erklärt er. Dadurch entstehe ein Netzwerk wohltätiger Organisationen.

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