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Freudenstadt Pandemie: Geschenke gegen Langeweile

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Zur Übergabe der Taschen waren neben Eltern und Kindern auch Vertreter der Sponsoren gekommen. Foto: Reimer

Freudenstadt - Kinder erleben wegen Corona auch eine besondere Zeit. Für sie hat daher der Kinderschutzbund Freudenstadt "Sommertaschen gegen Langeweile" verschenkt.

Keine Tasche glich der anderen. Der Inhalt war immer etwas anders. Spielsachen, Malhefte, Bücher, Süßigkeiten, Bastelanleitungen oder Gutscheine. Etwa 200 Taschen wurden von den Mitgliedern des Kinderschutzbunds zusammengestellt. Dabei achteten sie darauf, für unterschiedliche Altersgruppen die passenden Sachen in die Taschen zu packen. Für Kinder unter sechs Jahren gab es beispielsweise Kuscheltiere oder Kindergartenbücher. Ältere Kinder wurden unter anderem mit Taschenlampen oder anspruchsvolleren Büchern beschenkt. Eis- und Bowling-Gutscheine gab es für alle.

"Auch für Kinder ist es momentan eine besondere Zeit. Wir wollen ihnen zeigen, dass uns das bewusst ist und dass wir an sie denken", erklärt Marja Schoenmaker Ruhl, geschäftsführende Vorsitzende des Vereins. "Viele mussten die vergangenen Wochen wegen Corona zu Hause bleiben. Oft auch zusammen mit den Eltern, die dadurch vielleicht manchmal überfordert waren. Und für einige fällt jetzt auch der Urlaub aus", sagt sie weiter. Die Taschen sollen gegen die Langeweile in den Sommerferien helfen.

Hygienekonzept mit Ordnunsamt abgestimmt

Eltern konnten mit ihren Kleinen ohne Voranmeldung beim Kinderschutzbund in Freudenstadt die Geschenke abholen. Auch hier gab Corona die Regeln vor. Der Verein musste sich im Vorfeld mit dem Ordnungsamt abstimmen und ein Hygienekonzept vorlegen. Nachdem Eltern ihre Kontaktdaten angegeben und sich die Hände desinfiziert hatten, durften sie in die Vereinsräume um die begehrten Taschen abzuholen. "Die Aktion wurde gut angenommen", freut sich Schoenmaker Ruhl. Etwa 150 Taschen wurden verschenkt.

Am nächsten Tag kamen noch weitere Eltern, um eine "Sommertasche" zu ergattern. Groß war die Freude der Kinder über die Geschenke: "Sie konnten es kaum abwarten die Taschen aufzumachen. Die haben sich riesig gefreut, das war so süß", erzählt Ursula Kanther vom Kinderschutzbund.

Erst drei Wochen zuvor kam den Mitgliedern des Vereins die Idee zur Aktion. Da wegen der Corona-Vorgaben Programme wie in den vergangenen Jahren, beispielsweise gemeinsam Pizza backen, nur schwer umzusetzen sind, habe man sich diese Alternative einfallen lassen, so Schoenmaker Ruhl.

Alternative zu Ferienprogramm

Nur durch die Unterstützung zahlreicher Sponsoren konnte die Idee auch auf die Schnelle umgesetzt werden, meint sie. "Es war toll, dass da alle Beteiligten so spontan mitgemacht haben", freut sich die Vereinsvorsitzende.

Derzeit hat der Verein sieben aktive Mitglieder. "Wir würden uns über Zuwachs freuen", meint Schoenmaker Ruhl. Der Mangel an Mitgliedern und die Corona-Verordnungen machen es dem Verein derzeit schwer Programme auf die Beine zu stellen. Man hoffe im Herbst wieder was anbieten zu können: "Wir werden kreativ sein und uns Angebote einfallen lassen", versichert sie.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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