AOK verfügt über finanzielle Stabilität

Region. Die Geschäftsführung der AOK Nordschwarzwald überbrachte ihrem Aufsichtsgremium, dem AOK-Bezirksrat, in seiner letzten Sitzung für dieses Jahr positive Nachrichten. Geschäftsführer Christian Kratzke gab bekannt, dass für 2011 kein Zusatzbeitrag erhoben werden muss. "Wir haben gut gewirtschaftet", betonte er. Die AOK Baden-Württemberg verfüge über eine solide finanzielle Stabilität. Das Konzept "Fest verankert in der Region" zeige bei den Mitgliederzuwächsen seine Richtigkeit. Geschäftsführer Hartmut Keller ging auf die Innovationen der AOK ein.

Die "Hausarzt zentrierte Versorgung" werde Ende Dezember durch die Einschreibung der Mitglieder in das Programm die Eine-Million-Schallmauer durchbrechen. Die eingeführte ärztliche Zweitmeinung bedeute eine Beruhigung für viele Patienten. Vor allem im Bereich der Orthopädie hätten dadurch operative Eingriffe vermieden und die Gesundheit der Patienten anderweitig sichergestellt werden können, fügt der stellvertretende AOK-Geschäftsführer hinzu. Kritik äußerte er am neuen Finanzierungsgesetz für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV). Es verfehle aus Sicht der AOK Baden-Württemberg die gesteckten Ziele. Auf Dauer seien mit dem Gesetz die Finanzierungsprobleme der GKV nicht zu lösen.

Deutliche Kritik amFinanzierungsgesetz

Mit dem GKV-Finanzierungsgesetz werde zwar schnell mehr Geld in das Gesundheitssystem gepumpt, aber keine nachhaltige Ausgabenbegrenzungspolitik betrieben, sagte Christian Kratzke. Insgesamt sei mit dem Gesetz die Chance verpasst worden, durch mehr Wettbewerbselemente und Verbindlichkeit wirkungsvoll und nachhaltig auf Kostenstrukturen einzu­wirken.

Nach Meinung Kratzkes hätten die Krankenkassen durch das Gesetz stärker in die Lage versetzt werden müssen, Verträge direkt mit Leistungsanbietern, wie beispielsweise Krankenhäusern, zu schließen.