Ausgerüstet mit Steigeisen und mehrfach gesichert versuchte ein Mitglied der Bergwacht, die Katze von einem hohen Baum zu retten. Foto: Feuerwehr

Aufwendiger Einsatz von Bergwacht und Feuerwehr. Tier bereits 20 Stunden auf Baum.

Freudenstadt-Chris­tophstal - Eine Katze, die sich wohl etwas zu viel zugetraut hatte, hat am Sonntag einen Einsatz der Feuerwehr Freudenstadt und der Bergwacht Obertal ausgelöst.

Die Freudenstädter Feuerwehr wurde gegen 14.45 verständigt, weil eine junge Katze seit mehr als 20 Stunden auf einem etwa 25 Meter hohen Baum oberhalb des Bärenschlössles in Chris­tophstal saß und sich nicht mehr herunter traute.

Die Feuerwehr erkannte schnell, dass an der Stelle die Drehleiter nicht eingesetzt werden konnte und rief die Bergwacht Obertal zur Verstärkung. Ein Mitglied der Bergwacht rüstete sich aus und bestieg mit Steigeisen und mehrfach gesichert den Baum.

Wie die Feuerwehr berichtet, befand sich die Katze zu diesem Zeitpunkt auf etwa 18 Metern Höhe. Allerdings wollte sie sich nicht so leicht retten lassen: Jedes Mal, wenn der Bergwachtler in der Nähe war, kletterte sie weiter nach oben in Richtung Baumwipfel. Für den Retter war bei rund 20 Metern Schluss.

Baumspitze kurzfristig abgesägt

Dann wurde versucht, die Katze, die noch etwa fünf Meter höher saß, mit einem Kescher einzufangen. Da dies nicht gelang, wurde kurzerhand entschieden, den Baumwipfel samt Katze abzusägen und vorsichtig nach unten zu lassen. Feuerwehr und Bergwacht leisteten ganze Arbeit. Das aufwendige Vorhaben gelang.

Doch das Tier zeigte nicht die Spur von Dankbarkeit: Als das Kätzchen wieder festen Boden unter den Füßen hatte, suchte es sofort das Weite, so die Feuerwehr. Vier Stunden dauerte insgesamt der Einsatz der Bergwacht Obertal, die mit sieben Kräften und der Feuerwehr Freudenstadt, die mit fünf Einsatzkräften und zwei Fahrzeugen vor Ort war.

Da es zwischenzeitlich dunkel geworden war, musste die Einsatzstelle auch noch mit dem Lichtmast weiträumig ausgeleuchtet werden.

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