Sie freuen sich über die Einführung des Pfandbechersystems in Freudenstadt (von links): Franziska Hoferer, DH-Studentin bei der Wirtschaftsförderung der Stadt Freudenstadt, Deniz Özkul, Geschäftsführerin des Vereins Freudenstadt-Marketing, Irina Kugele vom Café Zeit-Raum; Iris Rupp von Rupps Kaffee- und Teehaus und Wirtschaftsbeauftragte Elke Latscha. Foto: Stadt Freudenstadt

Freudenstadt führt mit "Recup" neues System für weniger Abfall ein. Nachhaltig genießen.

Freudenstadt - Mit "Recup" kann man den Kaffee zum Mitnehmen in Zukunft nachhaltig genießen. Die Wirtschaftsförderung der Stadt Freudenstadt will zusammen mit dem Verein Freudenstadt-Marketing die flächendeckende Einführung eines Mehrwegpfandbechers voran bringen.

Hinter dem System steht die Firma Recup GmbH aus München, die es im Sitzungssaal im Technischen Rathaus interessierten Kaffeeanbietern in Freudenstadt vorstellte.

Fast 800.000 Einwegbecher im Jahr in FDS

Laut der Deutschen Umwelthilfe werden jährlich 2,8 Milliarden Einwegbecher in Deutschland verbraucht – allein in Freudenstadt gehen somit rechnerisch rund 790.000 Einweg-Kaffeebecher jedes Jahr über die Ladentheke, landkreisweit kommen vier Millionen Einwegbecher nach kurzer Nutzung in den Müll.

"Müllvermeidung und die nachhaltige Nutzung unserer Ressourcen stehen immer mehr im Fokus unseres täglichen Handelns. Daher ist es uns als Schwarzwaldstadt ein großes Anliegen, umweltbewusste Projekte voranzutreiben", so Elke Latscha, Wirtschaftsbeauftragte der Stadt Freudenstadt. Der Impuls für die Einführung des Pfandbechersystems kam von Cafébetreiberinnen aus der Innenstadt.

"Becher werden gut angenommen"

"Die Becher werden gut angenommen, berichtet Iris Rupp vom gleichnamigen Kaffee- und Teehaus, eine der Initiatorinnen, die von der Idee begeistert ist und den Kaffee im Mehrwegbecher 20 Cent günstiger anbieten kann als in der Wegwerf-Variante. Schon seit Ende Januar werden dort die Becher angeboten.

Irina Kugele vom Café Zeit-Raum freut sich ebenfalls über die gute Resonanz bereits wenige Tage nach Einführung. Auch Alexander Hettich, Franchisenehmer von McDonalds, ist bereits vom Pfandsystem überzeugt und bietet die Becher bereits seit Januar an. "Um das System erfolgreich in Freudenstadt zu etablieren, brauchen wir viele Ausgabe- beziehungsweise Rücknahmestellen und somit viele Partner, die helfen, unsere Stadt wieder ein Stück umweltfreundlicher zu machen", sagt er. Die Geschäftsführerin von Freudenstadt-Marketing, Deniz Özkul, hofft, dass sich viele Anbieter vom System Recup überzeugen lassen. Die Einführung des Systems lohnt sich laut Özkul ab etwa zehn Bechern Kaffee zum Mitnehmen am Tag. Deutschlandweit gibt es bereits über 4300 Ausgabestellen.

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