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Freudenstadt Jetzt können die Bauarbeiten starten

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Bei der Übergabe des Bewilligungsbescheids (von links): Helmut Klaißle, der Kniebiser Ortsvorsteher, Janina Friedrich vom Amt für Flurneuordnung, Rudolf Müller, der Leiter des Amts für Stadtentwicklung, der Landtagsabgeordnete Norbert Beck, Friedrich Wolf vom Vorstand der Teilnehmergemeinschaft, Hubertus Jörg, der Vorsitzende Teilnehmergemeinschaft, Minister Peter Hauk, Oberbürgermeister Julian Osswald und Landrat Klaus Michael Rückert. Foto: Schwarz Foto: Schwarzwälder Bote

Peter Hauk (CDU), der Minister für Ländlichen Raum, übergab am Mittwoch einen Bewilligungsbescheid über etwas mehr als eine Million Euro für die erste Bautranche des Flurneuordnungsverfahrens Dietersweiler-Kniebis.

Freudenstadt-Dietersweiler/Kniebis (mos). In Anbetracht der Höhe dieser Fördersumme war Hauk persönlich nach Freudenstadt gekommen. Er wurde im Landratsamt von seinem Fraktionskollegen Norbert Beck, Landrat Klaus Michael Rückert, Oberbürgermeister Julian Osswald sowie Vertretern der beteiligten Ämter und des Vorstands der Teilnehmergemeinschaft begrüßt.

Deren Vorsitzender Hubertus Jörg nahm den Bewilligungsbescheid mit großem Dank entgegen. Auch Rückert sprach von einer großen Freude und lobte das "schlagkräftige Team" in der Flurneuordnungsstelle. Hauk unterstütze das Thema Flurneuordnung sehr, worüber man dankbar sei. In beiden Freudenstädter Ortsteilen werde dadurch viel vorangebracht.

Auch die Stadt Freudenstadt unterstütze die Flurneuordnung, indem sie die Eigenmittel für den Ausbau der Wege und Anlagen in der Feldlage übernehme, so Rückert. Hauk sagte in Anbetracht der bisher doch "langen und intensiven Planungsphase", dass es nun wichtig sei, die Maßnahme endlich umzusetzen und am Ball zu bleiben. "Damit die Bürger endlich in den Genuss der Vorteile kommen, die ein solches Zusammenlegungsverfahren mit sich bringt".

Das Ministerium investiere bewusst in den ländlichen Raum. Flurneuordnung sei auch nach wie vor aktuell, weil sich Rahmenbedingungen in der Landwirtschaft und in der Waldbewirtschaftung kontinuierlich änderten. Deshalb brauche man heute ein deutlich leistungsfähigeres Wegenetz, als dies früher der Fall gewesen sei. Die Tendenz gehe zu weniger, aber dafür besser ausgebauten Wegen in der Fläche.

Erhalt der Kulturlandschaft

Wichtiges Ziel der Zusammenlegung: Der Ausbau der Wege zur besseren Erschließung der Betriebe, der Flur und des Waldes, die Schaffung von Einrichtungen zu Erholungszwecken, die Offenhaltung der Landschaft und dadurch der Erhalt der Kulturlandschaft.

Hauk dankte der Stadt und Hubertus Jörg vom Vorstand der Teilnehmergemeinschaft für den ehrenamtlichen Einsatz. Flurneuordnungen würden deshalb hoch bezuschusst, weil es sich dabei um Eingriffe ins Eigentum handle. Wegebau koste Geld, bringe die Kommune aber auch einen gewaltigen Schub nach vorne. Ohne entsprechende Förderung seien diese Investitionen in vielen Fällen gar nicht möglich.

"Was lange währt, wird endlich wahr", sagte Hubertus Jörg über das Verfahren, das vor zehn Jahren begann. Oberbürgermeister Julian Osswald berichtete mit Verweis auf das Igelsberger Verfahren auf die guten Erfahrungen, die man mit dem Thema bereits gemacht habe. Besonders auf dem Kniebis biete dies große Chancen, den Ortsteil mit der entsprechenden Infrastruktur voranzubringen.

"Was wir damit erreichen können, das ist einfach genial", sagte Osswald euphorisch. Insoweit hoffe er, mit der Maßnahme vielleicht auch noch diejenigen zu überzeugen, die dem Thema bisher kritisch gegenüberstünden. Jedes der Verfahren sei für die betreffende Kommune ein Glücksfall, sagte der Landtagsabgeordnete Norbert Beck. "Und das nicht nur für die Kommune, sondern auch für die Landnutzer".

Das Flurneuordnungsverfahren Freudenstadt-Dietersweiler/Kniebis wurde am 16. Juli 2010 als beschleunigtes Zusammenlegungsverfahren angeordnet. Die Kosten betragen 4,2 Millionen Euro. An Zuschüssen gab es insgesamt 3,2 Millionen Euro: 80 Prozent für gemeinschaftliche Anlagen, 65 Prozent für Ortsgestaltungsmaßnahmen.

Das Verfahren umfasst eine Fläche von 2091 Hektar mit 2369 Flurstücken und 696 Teilnehmern auf einer Länge von 17 Kilometern insgesamt. 28 Asphaltwege mit 11,5 Kilometern Länge und 16 Schotterwege mit einer Länge von 5,3 Kilometern Länge sind betroffen. Die Kosten der jetzt beginnenden Bautranche belaufen sich auf 1,5 Millionen Euro. Dafür gab es nun den Zuschuss von 1,075 Millionen Euro. In dieser Bautranche werden 13 Asphaltwege auf einer Länge von fünf Kilometern und zwei Schotterwege mit einer Länge von 250 Metern erneuert. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Beginn des Ausbaus der Hauptwirtschaftswege im Ortsteil Dietersweiler, der Umsetzung nahezu aller Maßnahmen im Gebietsteil Kniebis und der Mitverlegung der Glasfaser­verkabelung, der Wasserhauptversorgung sowie des Mittelspannungsnetzes in der Eichelbachstraße und dem Rimbachweg im badischen Kniebis durch die Stadt Freudenstadt und die Stadtwerke.

Konkret ist vorgesehen, einen Fuß- und Wanderweg mit Sandsteinplatten zu erneuern, drei Wanderparkplätze zu bauen, eine Grill-und Schutzhütte einzurichten, ein Durchbauwerk mit Flügelmauern zu verbreitern und Ausstockungen in zwei Bereichen mit einer Fläche von insgesamt 132 Ar vorzunehmen.

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